Bahlsen Snack will selbständig bleiben
Bahlsen-Sprecherin: „Keine Gespräche mit PepsiCo“

dpa NEU-ISENBURG/HANNOVER. Die aus der Teilung des Bahlsen- Konzerns (Hannover) vor einem Jahr entstandene Bahlsen Snack GmbH will sich allein am Markt behaupten. Es gebe keine Überlegungen, sich einen Partner zu suchen oder gar das Unternehmen zu verkaufen, teilte das seit 1999 in Neu-Isenburg ansässige Familien-Unternehmen am Dienstag mit. Ein entsprechender Bericht der "Financial Times Deutschland" über angebliche Gespräche mit dem US-Konzern PepsiCo entbehre jeder Grundlage, sagte Bahlsen Snack-Sprecherin Katja Jans der Deutschen Presse-Agentur.

Von PepsiCo Deutschland (Neu-Isenburg) war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Ein Sprecher verwies auf die US- Zentrale. Der US-Konzern, der neben Pepsi Cola auch unter Snack- Sparte FritoLay zahlreiche Marken vertreibt, strebt seit einigen Jahren mit Macht auf den europäischen Markt, darunter in Großbritannien, Spanien, Skandinavien, Belgien und den Niederlanden. Bisher übernahm FritoLay meist einen heimischen Anbieter und dessen Vertriebssystem und ersetzte dessen Sortiment ganz oder teilweise mit eigenen Marken.

Seit Mitte vorigen Jahres vertreibt FritoLay auch in Deutschland Chips, vor allem in Lebensmittelmärkten. In der Branche wird deshalb erwartet, dass PepsiCo auch in Deutschland nach einem geeigneten Partner oder Übernahmekandidaten sucht.

"Bahlsen Snack bleibt in jedem Fall selbstständig", sagte Jans. Der Hauptgesellschafter Lorenz Bahlsen habe kein Interesse an einem Verkauf. Man beobachte die Aktivitäten von PepsiCo in Deutschland aufmerksam. Bislang habe Bahlsen als Marktführer für salzige Snacks in Deutschland keine Marktanteile an die neue Konkurrenz verloren.

Bahlsen Snack mit gut 900 Millionen DM (460 Mio Euro) Jahresumsatz und 3 800 Beschäftigten in neun Werken entstand im vorigen Jahr durch die Teilung der Bahlsen-Gruppe. Werner Michael Bahlsen führt seither die Süßwarensparte weiter. Bahlsen Snack kann den traditionsreichen Firmennamen noch bis 2006 nutzen, werde aber spätestens von 2002 an darauf verzichten, sagte Jans.

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