Bahn AG blockiert
Vorerst kein Börsengang von Arcor

Der Börsengang des Festnetzanbieters Mannesmann Arcor ist durch die Blockadehaltung der Deutschen Bahn vorerst geplatzt.

slo DÜSSELDORF. Der Börsengang der Telefon-Festnetzgesellschaft Mannesmann Arcor ist geplatzt. Wie das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen erfuhr, haben sich die Arcor-Aufsichtsratsmitglieder am Freitag darauf geeinigt, die für März 2001 vorgesehene Börsennotierung auszusetzen. Die Deutsche Bahn, die einen Anteil von 18 % an Arcor hält, sei weder zur Aufsichtsratssitzung noch zur Gesellschafterversammlung erschienen und haben damit die Entscheidung über die Pläne verhindert. Die Blockade trifft den britischen Mobilfunker Vodafone - nach der Mannesmann-Übernahme mit 74 Prozent Arcor-Mehrheitsanteilseigner - hart. Er halte nach wie vor daran fest, dass der Börsengang die beste Lösung für Arcor sei, bekräftigte ein Vodafone-Sprecher auf Anfrage.

Arcor braucht das Kapital aus dem Börsengang um zu expandieren und eine Akquisitionswährung für mögliche Übernahmen im kommenden Jahr zu haben. Neben Vodafone und der Bahn hat die Deutsche Bank 8 Prozent der Arcor-Anteile. Die drei Gesellschafter hatten sich ursprünglich darauf verständigt 25 Prozent des Kapitals an die Börse zu bringen. Diese Lösung sah vor, dass die Bahn ihren Anteil auf 5 Prozent reduziert. Damit ist Bahn-Chef Hartmut Mehdorn inzwischen nicht mehr einverstanden. Er befürchtet, die Kontrolle über die Telekommunikationsanlage der Bahn, die von Arcor betrieben werden, zu verlieren.

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