Bahn behält sich Ausstiegsklauseln vor
Metrorapid: Zweifel am Zeitplan

Der Anfang der Woche geschlossene Rahmenvertrag zwischen der Deutschen Bahn und dem Land Nordrhein-Westfalen für den Metrorapid steht auf wackeligen Beinen.

dhs/mka/rb DÜSSELDORF. Während NRW-Verkehrsminister Ernst Schwanhold die Voraussetzungen für den Baubeginn der Magnetschwebebahn bis Oktober 2003 schaffen will, verweigert Bahn-Chef Hartmut Mehdorn jede zeitliche Festlegung. "Wir treiben jetzt erstmal Planfeststellung und Planung voran", so Mehdorn zur WirtschaftsWoche. "Erst dann werden wir genaue Aussagen machen können."

Die Bahn behält sich zudem Ausstiegsklauseln vor: Sollte sich abzeichnen, dass der Zeitplan bis 2006 nicht einzuhalten ist, kann sie kündigen. Zudem sieht der Vertrag regelmäßige Prüfungen der Wirtschaftlichkeit vor. Gekündigt werden kann der Vertrag auch, wenn sich zeigt, dass die Zuschüsse des Bundes, die Fahrgeldeinnahmen sowie sonstige Zuschüsse - insbesondere die Regionalisierungsmittel des Landes - nicht reichen. Mehdorn: "Wir tragen nur das unternehmerische Risiko. Die Zeiten, wo man alle Risiken bei einer Staatsbahn abladen konnte, sind vorbei." Das Prestigeprojekt von NRW-Ministerpräsident Wolfgang Clement hängt erheblich von der Finanzhilfe des Bundes ab. Ohne sie hätte die Bahn ins S-Bahn-Netz investiert.

Quelle: Wirtschaftswoche

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%