Bahn lehnt Kommentar ab
McKinsey-Gutachten nennt Bahn-Planungen zu ambitioniert

Die bisherige Planung der Bahn bis zum Jahr 2005 in die Gewinnzone zu fahren, ist nach einem Papier der Unternehmensberatung McKinsey "zu ambitioniert".

rtr BERLIN. "Die Risiken übersteigen die Chancen deutlich", heißt es in einer Plausibilitätsprüfung der Bahn-Mittelfristplanung von McKinsey. Bis 2005 müsse mit einem weiteren Verlust in Höhe von zehn Milliarden Mark gerechnet werden. Zudem wird bis 2015 nahezu eine Halbierung der Beschäftigtenzahl auf 120.000 empfohlen.

Ein solches Unternehmensziel hatte Bahnchef Hartmut Mehdorn als "Unsinn" bezeichnet. Ein Bahn-Sprecher lehnte einen Kommentar zu dem Papier ab.

McKinsey erhebt in dem Gutachten auch schwere Vorwürfe gegen frühere Bahn-Manager: Die Planungen hätten darauf abgezielt, ein positives Ergebnis ausweisen zu können. Diese ambitionierte Zielvorgabe habe zu teilweise unrealistischen Planungsmaßnahmen geführt.

Im Einzelnen bemängelt McKinsey die Planungen der Bahn bei der Güterverkehrssparte DB-Cargo. Es sei sehr fraglich, ob 2005 eine Rendite von 14 Prozent auf das eingesetzte Kapital erzielt werden könne. Auch der bis 2005 geplante Abbau von 52.000 Mitarbeitern sei möglicherweise zu hoch gegriffen und so schnell nicht möglich.

Ein Bahn-Sprecher sagte, zu internen Papieren nehme man grundsätzlich nicht Stellung. Die Bahn halte aber weiter daran fest, bis zum Jahr 2005 schwarze Zahlen schreiben zu wollen. Die Eisenbahnergewerkschaft Transnet erklärte, wolle die Bahn einen Arbeitsplatzabbau auf 120.000 Mitarbeiter durchsetzen, werden sie auf "erbitterten Widerstand" treffen.

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