Bahn soll aus eigener Kraft ihre wirtschaftliche Lage verbessern
Bodewig: Schienennetz bleibt im Bahn-Konzern

In der Frage der Trennung von Netz und Betrieb zeichnet sich jetzt ein Verbleib des Netzes in der Bahn-Holding ab. Das erklärte Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig in seinem Redemanuskript, das ein Referent am Montag auf der IAA in Frankfurt verlas.

dpa FRANKFURT/M. "Wir werden Veränderungen vornehmen, die wir - das ist im Ergebnis der Task Force zu erkennen - wohl innerhalb der jetzigen Holding der Deutschen Bahn AG umsetzen können", hieß es in dem Text. Der Minister war in einen Verkehrsstau geraten und hatte sich deshalb verspätet.

Ein entscheidendes Treffen der Expertengruppe zur "Zukunft Schiene" war kurz zuvor wegen anderer Termine der daran beteiligten Staatssekretäre verschiedener Bundesministerien kurzfristig abgesagt worden. Ein neuer Termin steht noch nicht fest. Bahnchef Hartmut Mehdorn hatte sich unmittelbar vorher zuversichtlich geäußert. "Ich bin optimistisch, dass die Bahner, die den Sachverstand haben, mit ihren Anliegen gehört werden", sagte er am Montag in Berlin. Er wolle aber nichts vorwegnehmen.

In der Rede Bodewigs hieß es, alle Unternehmen müssten einen Zugang zur Schiene zu gleichen Bedingungen haben. Die Bahn müsse aus eigener Kraft ihre wirtschaftliche Lage verbessern. Bodewig hatte zu Beginn der Debatten auf eine Auskoppelung des Schienennetzes aus der Bahn AG gedrängt. Die so genannte Task Force war vom Verkehrsministerium eingesetzt worden.

Der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Horst Friedrich, meinte, mit seiner Ankündigung via Redemanuskript gestehe Bodewig seine Niederlage in der Auseinandersetzung um eine Herauslösung des Netzes aus dem Konzern ein. Es sei "schade um die vertane Chance zur Stauverringerung auf der Straße".

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