Bahn-Sprecher verweist auf Baustellen
Unpünktlichkeit bei der Bahn nimmt zu

Jeder zehnte Zug der Deutschen Bahn kommt mehr als fünf Minuten zu spät. Bahnsprecher Dirk Große-Leege bestätigte am Sonntag einen Bericht des Münchner Nachrichtenmagazins "Focus", wonach die Unpünktlichkeit im Jahr 2001 gegenüber dem Vorjahr leicht zugenommen hat.

WiWo/ap MÜNCHEN. Grund seien mehr Bauarbeiten am Schienennetz im Vergleich zum Jahr 2000, betonte er. Die Bahn sei noch immer das pünktlichste Verkehrsmittel.

Laut "Focus" waren 2001 insgesamt 89,6 % der Züge pünktlich, gegenüber 90,2 % im Jahr 2000 und 92,2 % 1998. Hauptverspätungsursache 2001 sei laut einer internen Studie der DB Netz AG fehlendes Ablösepersonal gewesen, schrieb "Focus".

Große-Leege erklärte, es gebe derzeit 800 Baustellen im deutschen Schienennetz und damit mehr als je zuvor. Als Grund führte er die Sanierungsoffensive von Bahn-Chef Hartmut Mehdorn an. Das über Jahre vernachlässigte Schienennetz müsse endlich auf Vordermann gebracht werden. Bis 2006 würden rund 28 Mrd. Euro in die Schieneninfrastruktur investiert.

Bei der Bahn habe außerdem die Anschlusssicherheit für die Fahrgäste im Zweifelsfall Priorität, fügte Große-Leege hinzu. "Anschlusssicherheit ist wichtiger, als die Pünktlichkeit nach oben zu schrauben." Derzeit würden 96 % aller Anschlüsse erreicht. Die Anschlussgarantie koste vier bis fünf Prozentpunkte bei der Gesamtpünktlichkeit.

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