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Bahn verliert treuen Kunden: "Circus Krone" setzt auf die Straße

Die Deutsche Bahn hat einen besonders treuen Kunden verloren. Nach 94 Jahren auf der Schiene setzt Europas größter Zirkus, der "Circus Krone", künftig auf die Straße.

dpa DÜSSELDORF. "Zu unpünktlich, unzuverlässig, unflexibel und zu teuer", begründete Zirkus-Sprecherin Susanne Matzenau am Dienstag den Schritt und ließ kein gutes Haar am langjährigen Transporteur.

"Wir sind alle stinksauer. Ökologisch ist das verkehrt, aber uns wurden konsequent Steine in den Weg gelegt", sagte Matzenau in Düsseldorf. Die Verspätungen hätten sich in den vergangenen Jahren gehäuft, auf Beschwerden habe die Bahn stets nur mit dem gleichen Formschreiben reagiert. "Der Höhepunkt waren acht Stunden Verspätung nach Dresden, da war das Maß voll."

Auch habe die Bahn immer mehr Laderampen abgebaut und immer öfter keinen Transport bis ans Ziel, sondern nur in Nachbarstädte geboten. Immerhin habe der Zirkus im Jahr ein bis zwei Millionen Mark an die Bahn überwiesen, aber damit sei Schluss. Das Unternehmen habe nun 15 Zugmaschinen gekauft sowie Fahrer und Mechaniker eingestellt.

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