Bahnradsport
Vierer verpasst Bronze

Das Aushängeschild des Radsports stand lange unter Beschuss. Die Krise scheint beendet. Die Medaille ist verpasst, aber das Ziel ist erreicht. Mehr als ein vierter Platz war nach den Querelen des vergangenen Jahres nicht drin. Das Ergebnis überraschte trotzdem: Nur knapp fuhr das Quartett an der Bronzemedaille vorbei.

HB ATHEN. Vier Jahre nach dem Gold von Sydney war Spaniens Auswahl für das neu formierte Quartett um die Routiniers Robert Bartko (Potsdam) und Guido Fulst (Berlin) eine Nummer zu groß. Den beiden Olympiasiegern von 2000 reichten am Montag im Athener Velodrom zusammen mit den Neulingen Leif Lampater (Schwaikheim) und Christian Lademann (Berlin) 4:07,193 Minuten nicht für den Sprung auf das Treppchen. Die langsamer gestarteten Spanier fuhren in 4:05,523 letztlich um 1,67 Sekunden schneller. Gold ging in 3:58,233 Minuten an den überragenden Weltmeister Australien, der im Finale Großbritannien (4:01,760) klar bezwang.

Nach der WM-Nullnummer von Stuttgart, als der Verband das Team zurückzog, und dem siebten Platz bei den Titelkämpfen in Melbourne hat sich der Bahnvierer allerdings noch nicht restlos rehabilitiert. Gemessen an den schlechten Prognosen und dem Nominierungs-Hickhack vor Athen zog sich das einstige Aushängeschild des deutschen Bahnradsports aber relativ gut aus der Affäre.

"Unser Ziel war Platz vier. Das haben wir erreicht", sagte der Sportdirektor des Bund Deutscher Radfahrer, Burckhard Bremer. Die nicht nominierten Olympiasieger Jens Lehmann (Leipzig) und Daniel Becke (Erfurt) waren offensichtlich nicht so ohne weiteres zu ersetzen. Bremer zeigte sich für die Zukunft bereit zum Gespräch: "Wenn Daniel Becke zur Verfügung steht, ist er auch wieder ein Thema", sagte er.

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