Balakow und Kuranyi sorgen für 2:1-Sieg
"Junge Wilde" wie die alten Hasen

Die "jungen Wilden" des VfB Stuttgart spielen auch auf internationalem Parkett wie alte Hasen auf. Matchwinner Krassimir Balakow (71. Minute) und Jungstar Kevin Kuranyi (90.) rissen für die Schwaben am Donnerstagabend im Drittrunden-Hinspiel des Uefa-Cups beim FC Brügge einen nicht mehr für möglich gehaltenen 2:1 (0:1)-Sieg aus dem Feuer.

HB/dpa STUTTGART. Peter van der Heyden hatte den über weite Strecken klar überlegenen belgischen Vizemeister vor 18 000 Zuschauern in Führung gebracht (42.). Der 20-m-Freistoß Balakows war die Strafe für die Notbremse von Birger Maertens (71.), der daraufhin Rot sah. Beim Rückspiel am 12. Dezember im Daimler-Stadion reicht dem VfB schon ein Remis für den Einzug ins Achtelfinale.

Sieben Bundesliga-Spiele ohne Niederlage wirkten motivierend auf die Stuttgarter, die selbstbewusst und forsch begannen. Doch nach 20 Minuten ging nicht mehr viel nach vorn. Die dicken Chancen hatten die heimstarken Belgier: Scharfschüsse des Peruaners Andres Mendoza parierte VfB-Schlussmann Thomas Ernst zunächst mit den Fäusten (7.), wenig später reaktionsschnell mit dem Fuß (10.). Ernst hatte überraschend den Vorzug vor Stammkeeper Timo Hildebrand erhalten, weil Trainer Felix Magath nach der Viruserkrankung seiner Nummer 1 kein Risiko eingehen wollte.

Magath ("Wir möchten auswärts mindestens ein Tor erzielen") hatte Torjäger Kuranyi als einzige Spitze aufgeboten; dahinter agierten neben Jochen Seitz der Weißrusse Aliaksandr Hleb und Balakow, der auch das Siegtor per Freistoß vorbereitet hatte. Der Bulgare war als einziger VfB-Akteur schon 1998 beim Zweitrunden-Aus gegen Brügge mit von der Partie.

Weil die Schwaben nicht mehr als nötig taten, wurde der belgische Vizemeister und souveräne Tabellenführer immer stärker - das 1:0 lag in der Luft. Ein Freistoß des Slowenen Nastja Ceh (28.) flog nur um Zentimeter am Tor vorbei, auch Gert Verheyen scheiterte (29.) noch, dann traf Van der Heyden kurz vor der Pause zur verdienten Führung.

Taktisch nachteilig wirkte sich für den VfB aus, dass Andreas Hinkel als Manndecker von Mendoza für die Offensive praktisch ausfiel. Da auch von Hleb wenig Impulse ausgingen, waren die Gäste auf der rechten Angriffsseite ziemlich "flügellahm".

Manager Rolf Rüssmann forderte für die zweite Halbzeit "mehr Durchschlagskraft". Folgerichtig kam der Grieche Ioannis Amanatidis für Silvio Meißner. Der Bundesligist konnte sich zwar nur selten aus der Defensive befreien, blieb aber bei Kontern über Amanatidis und Kuranyi (53./55.). kreuzgefährlich. Doch auch der nicht in Bestbesetzung angetretene FC Brügge - einer der "Quereinsteiger" aus der Champions League - hatte noch Chancen zum 2:0.

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