Bald 2500 Mitglieder auf Bundesebene
Schill als Parteichef bestätigt

Beim ersten Parteitag seiner "Rechtsstaatlichen Offensive" nach der Hamburger Bürgerschaftswahl ist Parteichef Ronald Schill am Sonntag mit überwältigender Mehrheit in seinem Amt bestätigt worden. 351 Parteimitglieder gaben dem Amtsrichter ihre Stimme, nur eines stimmte gegen ihn. Zuvor hatte Schill die Partei auf Einigkeit eingeschworen: "Es ist wichtig, dass wir jetzt kein Bild der Zerrissenheit abliefern."

ap HAMBURG. Die Schill-Partei wird ab Mittwoch gemeinsam mit CDU und FDP am Hamburger Senat beteiligt sein. Der Parteivorsitzende erinnerte an den Erfolg von 19,4 Prozent bei der Landtagswahl im September, betonte aber, dass es jetzt gelte, die Wahlversprechen einzulösen. Der designierte Bausenator Mario Mettbach wurde als Stellvertreter Schills ebenfalls wiedergewählt. Seinen Mitbewerber Frank-Michael Bauer stach er mit 260 zu 83 Stimmen aus. Bauer hatte zuvor bemängelt, dass alle wichtigen Ämter der Partei sowie die Senatorenposten von Vorstandsmitgliedern besetzt worden seien. "Ich will nicht, dass wir zu einer Kaderpartei mutieren", erklärte der Herausforderer.

Mettbach betonte dagegen, es wäre fatal, "wenn wir uns jetzt auf unserem Erfolg ausruhen und uns in Ruhe zurücklehnen" würden. Die Partei müsse jetzt erst recht aktiv werden. Der als Innensenator und Zweiter Bürgermeister vorgesehene Schill räumte ein, der hohe Gewinn sei auf die Politikverdrossenheit der Menschen zurückzuführen: "Wir wollen diese Menschen nicht noch einmal verdrossen machen."

Mettbach teilte mit, dass bereits in allen anderen Bundesländern Mitglieder der Schill-Partei existierten. Spätestens in einer Woche habe die Partei auf Bundesebene 2500 Mitglieder. Man werde aber nicht jeden aufnehmen. "Wir müssen darauf achten, dass nicht Leute aus der ganz, ganz rechten Ecke kommen und uns alles kaputt machen", betonte Mettbach. Bei kommenden Wahlen werde die Partei erst antreten, wenn sie dazu auch das richtige Personal habe.

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