Bald kommen auch Bild und Ton aufs Handy
In Japan hat die Mobilfunkzukunft schon begonnen

In Japan hat die Mobilfunkzukunft schon am Mittwoch begonnen, wenn auch erst einmal nur mit 3 300 Geräten und nur im Raum Tokio. Dabei handelt es sich um aufgerüstete Versionen von internetfähigen Telefonen des japanischen Mobilfunkanbieters NTT DoCoMo.

ap TOKIO/FRANKFURT. Die Besitzer der neuen Video-Telefongeräte waren aus einer Gruppe von 147 000 Interessierten ausgewählt worden. Trotzdem bildeten sich am Morgen in Tokio Schlangen vor den Geschäften mit den neuen Geräten.

Die Geräte der so genannten dritten Mobilfunkgeneration (3G), die im UMTS-Standard ihre Daten übertragen, sind bis zu 40mal schneller als die derzeitigen herkömmlichen Handys. Auf ihnen sollen auch bewegte Bilder und Musik zu empfangen sein. Eigentlich wollte DoCoMo den vollen kommerziellen Betrieb mit den 3G-Telefonen schon Ende Mai aufnehmen, dies wurde inzwischen aber auf Oktober verschoben. Am Mittwoch begann praktisch nur eine Testphase, bei der es darum geht, Erfahrungen mit der neuen Technik und auch Reaktionen von Benutzern zu sammeln.

DoCoMo will den 3G-Standard bis 2002 in ganz Japan, aber auch in Europa und den USA anbieten. Mit einem Durchbruch für die Technik wird erst in einigen Jahren gerechnet. Die internetfähigen i-mode-Handys von DoCoMo sind in Japan aber äußerst beliebt. Es gibt rund 23 Mill. Nutzer. Sie können unter anderem E-Mails empfangen und senden.

Firmen arbeiten gemeinsam am offenen EMS-Standard

Überall erfreuen sich zurzeit die Textmitteilungen (SMS) auf dem Mobiltelefon großer Beliebtheit. Seit Januar 2001 wurden weltweit mehr als 20 Mrd. SMS-Textnachrichten pro Monat versendet, wie der Mobilfunkhersteller Ericsson mitteile. Zusammen mit den Firmen Alcatel, Motorola und Siemens will er in Zukunft den offenen Standard EMS (Enhanced Messaging Service) weiterentwickeln. EMS ergänzt SMS (Short Message Services) um neue Funktionen. Der Handy-Nutzer kann dann auch Bilder, Töne und Animationen verschicken. Sind die Handys EMS-kompatibel, spielt die Marke des Geräts keine Rolle. EMS ist ein komplett offener Standard und kann von jedem Hersteller unterstützt werden. EMS-fähige Handys werden ab Ende Mitte des Jahres auf den Markt kommen.

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