Bald massives Überangebot
Markt für Luxusautos wird eng

Auf dem Markt für Premium-Autos könnte es laut einer Studie in den nächsten Jahren zu einem weltweiten Überangebot kommen. Im Jahr 2008 übersteigt das Angebot demnach das Marktpotenzial von 7,6 Millionen Limousinen, Cabrios, Geländewagen und anderen Luxusautos um etwa 800 000 Einheiten.

dpa NÜRNBERG. Das ergab eine am Mittwoch veröffentlichte Untersuchung des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA) an der Fachhochschule Nürtingen. "Der Markt wird für alle erheblich enger", sagte der wissenschaftliche Leiter der Studie, Willi Diez. Dadurch würde sich der Druck auf Preise und Erträge erhöhen.

Die klassischen vier deutschen Premiummarken Mercedes-Benz, BMW, Audi und Porsche seien für diesen Verdrängungswettbewerb gut positioniert. Schlechter sehe es aber für Autohersteller aus, die sich ein solches Image erst noch aufbauen müssen. Kritisch sieht die Studie daher das Engagement von Volkswagen im Luxussegment, zum Beispiel mit der geplanten D1-Limousine. Es werde sich nur rechnen, wenn das gesamte VW-Produktprogramm künftig teurer werde. Nur wenig Chancen gibt die Untersuchung den Bemühungen von Saab und Fiat, ihre Position im Premiummarkt auszubauen.

Das prognostizierte Überangebot entstehe durch die Expansion der traditionellen Anbieter bei gleichzeitigem Markteintritt von Volumenproduzenten wie zum Beispiel auch Renault und Peugeot. Während der klassische Oberklassen-Markt eher stagniere, seien derzeit vor allem Trendfahrzeuge wie Coupes, Roadster und Sport Utility Vehicles (SUV) gefragt. Die Nachfrage nach kompakten Roadstern wie dem Mercedes-Benz SLK, dem BMW Z3 und dem Audi TT sei innerhalb von fünf Jahren von 35 000 auf 255 000 Fahrzeuge gestiegen. Der Markt von 7,6 Millionen Premium-Autos 2008 entspricht im Vergleich zur Gegenwart einem Wachstum von 20 Prozent.

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