Bald speichert der PC Terabyte: Laserlicht brennt Daten in die Festplatte

Bald speichert der PC Terabyte
Laserlicht brennt Daten in die Festplatte

Seit mehr als 20 Jahren rattern Festplatten im PC. Zum alten Eisen gehört der konventionelle Datenspeicher trotzdem noch lange nicht: Neue Techniken sollen Laufwerke mit mehreren Terabytes bescheren. Noch kommt der Festplatten-Thron also nicht ins Wanken - eine ernste Gefahr für die Platten-Herrschaft ist nicht in Sicht. Trotzdem sorgen spannende Innovationen in dem Segment für Aufsehen. Neuartige Datenträger setzen an zum Sprung in die Regale.

HB DÜSSELDORF. Mit fünf Lagen Tesafilm umwickelt ist das neue Speichermedium der Heidelberger Speicherschmiede Tesa Scribos: Der kleine Zylinder, der drei Zentimeter Durchmesser hat und einen Zentimeter hoch ist, heißt denn auch "Tesa-Rom". Auf jede Lage brennt ein Laser Datenbits als Punktmuster, zwei bis drei Gigabyte pro Tesa-Rom. "Das Medium ist vor allem für Videokameras oder Fotoapparate gedacht", sagt sein Erfinder Steffen Noehte. Wiederbeschreibbar ist der Datenträger nicht - dafür aber soll die Tesa-Rom mindestens 30 Jahre halten und nicht teurer sein als eine CD. Wie der Tesa-Speicher im Markt ankommt, wird sich frühestens im nächsten Jahr zeigen: Anfang 2005 will Tesa Scribos Lizenzen an Datenträger-Hersteller vergeben.

30 Jahre Haltbarkeit waren für Festplatten bislang utopisch: Im Dauereinsatz war nach drei oder vier Jahren Schluss - vor allem wegen der hohen Betriebstemperaturen von mehr als 80 Grad. Nun will IBM den Speicherplatten ein längeres Leben bescheren - und bringt auf die Cebit Eiswürfel mit. "Ice Cube" heißt das IBM-Konzept: Zwölf Laufwerke mit je 120 Gigabyte Speicherkapazität werden in einen Minikühlschrank gepackt, sollen dort bei höchstens 30 Grad rattern - und deutlich länger halten als bisher. "Wenn man die Festplatte so runterkühlt, dann läuft die auch unter Volllast 30 Jahre", sagt IBM-Specher Hans-Jürgen Rehm.

Nicht nur bei der Lebensdauer stehen Quantensprünge an - auch die Kapazität der Festplatten könnte bald in neue Sphären vorstoßen: Noch in diesem Jahr rechnen Marktkenner mit den ersten "Vertical-Recording"-Platten. Dank der Vertikalaufzeichnung sollen zunächst 300 Gigabit auf einem Quadratzoll Metall unterkommen - das wäre viermal mehr als bei aktuellen Platten. Im Endstadium rechnen die Hersteller mit Speicherdichten von 1 000 Gigabit, also einem Terabit, pro Quadratzoll.

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