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Ballack schweigt sich über Zukunft aus

Frankfurt/Main (dpa) - Mit einem lukrativen Angebot im Gepäck, aber ohne Klarheit über seine persönliche Zukunft ist Michael Ballack mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zur EM nach Portugal abgereist.

Frankfurt/Main (dpa) - Mit einem lukrativen Angebot im Gepäck, aber ohne Klarheit über seine persönliche Zukunft ist Michael Ballack mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zur EM nach Portugal abgereist.

Der Mittelfeldspieler des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München schweigt sich weiter über einen möglichen Wechsel zum spanischen Spitzenverein FC Barcelona aus. «Ich habe einen Vertrag in München, mehr sage ich nicht dazu. Ich will das Thema die nächsten Wochen ausblenden und mich ganz auf die EM konzentrieren», sagte Ballack, dessen Kontrakt in München bis 2006 läuft, der dpa.

Anders als von Rudi Völler gefordert blieb die Personalie Ballack damit wie die seines Bayern-Kollegen Oliver Kahn vor den Titelkämpfen ungeklärt. Dem Teamchef dürfte dies kaum gefallen, kennt er doch die Gefahren. «Wir sollten das aber nicht dramatisieren. Wichtig ist, dass die Konzentration nicht darunter leidet. Bei der EM darf das für unsere Gruppe kein Thema sein», forderte Völler, der das Quartier der deutschen Mannschaft zur Tabu-Zone für Vereins-Manager erklärt hat.

Ballack wird dies nicht stören, hat er doch alle Vollmachten an seinen Berater Michael Becker übertragen. Während dieser bereits in München mit Barcelonas Vize-Präsidenten Sandro Rosell zu einem Gespräch zusammengetroffen war, tankte Ballack im Kreise der Familie Kraft für die EM. «Ich habe zu Hause relaxt. Das tat gut nach den zwei Wochen im Trainingslager», berichtete der Münchner Mittelfeldstar, der die Niederlage im letzten Testspiel gegen Ungarn im stillen Kämmerlein aufarbeitete. «Das Spiel hat mich noch etwas beschäftigt», gab der 27-Jährige zu.

Fragen nach seiner Zukunft in München wehrte Ballack ab. Dafür sprach Becker Klartext. Er erwarte von der Bayern-Führung, «dass sie sich diese Woche mal eindeutig äußern. Es gibt ja weder ein klares Go, noch ein Bekenntnis, dass Michael bleiben soll», sagte der Ballack-Berater der «Süddeutschen Zeitung».

Bayern-Manager Uli Hoeneß will sich jedoch nicht unter Druck setzen lassen. «Wir entscheiden, wer geht, und nicht die Spieler. Wir haben das Heft in der Hand», sagte Hoeneß in einem Interview der «Sport-Bild». Er gehe davon aus, dass Ballack und Kahn ihre bis zum 30. Juni 2006 gültigen Verträge erfüllen. Beobachter in Deutschland und Spanien gehen jedoch davon aus, dass die Bayern pokern, um den Preis für Ballack hochzutreiben. Sollte der Mittelfeldspieler eine überragende EM spielen, müssten die Katalanen weit mehr als die gebotenen 12 Millionen Euro auf den Tisch legen.

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