Ballack straft Kritiker Lügen
Bayern melden sich zurück

Der Knüller des Bundesliga-Spieltags war am Sonntagabend eine klare Angelegenheit: Die Notelf aus Dortmund war von Anfang an auf Schadensbegrenzung aus und kam den Bayern für ihren Befreiungsschlag da gerade recht.

HB MÜNCHEN. Vier Tage nach der Champions-League-Niederlage gegen Olympique Lyon besiegte der Titelverteidiger das letzte Aufgebot des Erzrivalen Borussia Dortmund mit 4:1 (1:0) und hielt damit den Anschluss zur Tabellenspitze. Gegen die ab der 43. Minute nach der Gelb-Roten Karte für Bundesliga-Debütant Markus Brzenska in Unterzahl spielenden Westfalen überzeugte der FC Bayern vor allem mit mannschaftlicher Geschlossenheit und einer Top-Einstellung.

Größtes Manko beim Rekordmeister war die Chancenverwertung. Aus einer Fülle von Möglichkeiten und insgesamt vier Aluminium-Treffern schlugen lediglich Michael Ballack (27.), Willy Sagnol (50.) und Hasan Salihamidzic (72.) und Claudio Pizarro (90./+1) Kapital. Die Dortmunder Notelf, die durch Jan Koller (49.) zum zwischenzeitlichen 1:1 ausgeglichen hatte, hielt vor 63 000 Zuschauern im ausverkauften Olympiastadion lange mit und brach erst in der Schlussphase ein.

"Nach zwei Niederlagen mussten wir auf dem Platz die Antwort geben, nicht außerhalb. Das haben wir mit einem sehr ordentlichen Spiel gemacht", sagte Ballack, der zum verlängerten Trainingslager meinte: "Das hat uns geholfen." Im Trainingslager seien "viele Einzelgespräche" geführt worden, meinte Trainer Ottmar Hitzfeld: "Und es wurde die Spannung aufgebaut, um auf dem Platz explodieren zu können." Ausdrücklich lobte Hitzfeld die Einstellung seines Personals: "Wir haben von Anfang an nach vorn gespielt und die Entscheidung gesucht und nicht nur abgewartet. Das war der erste Schritt aus dem Tief."

Dortmunds Coach Matthias Sammer beklagte die Höhe des Resultats, machte seiner Mannschaft aber keine Vorwürfe und meinte angesichts der Personalsituation: "Die größten Schierigkeiten haben wir noch gar nicht überstanden. Wir sollten arbeiten und nicht so viel reden." Die Gäste traten ohne 13 und in der Tat mit dem allerletzten Aufgebot an. Gleich drei Spieler - Malte Metzelder, Sahr Senesie und Brzenska - gaben ihr Debüt in einer Bundesliga-Startelf.

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