Bank auf richtigem Weg: "Dresdner als Ganzes steht nicht in Frage"

Bank auf richtigem Weg
"Dresdner als Ganzes steht nicht in Frage"

Der Allianz-Konzern hält nach den Worten von Vorstandschef Henning Schulte-Noelle Noelle trotz der immensen Verluste an seiner Tochter Dresdner Bank fest.

rtr/dpa BOCHUM. "Die Dresdner Bank als Ganzes wird nicht in Frage gestellt", sagte Schulte-Noelle am Donnerstagabend an der Universität Bochum. Die Dresdner Bank habe zwar im Firmenkundengeschäft und im Investmentbanking "noch eine Reihe von Hausaufgaben zu machen". Das sei aber auf dem Weg.

Vor allem die Erfolge im Retailgeschäft zeigten die Richtigkeit der Allianz-Strategie, neben Versicherungen und Vermögensverwaltung auch Bankdienstleistungen anzubieten. An dieser Strategie halte die Allianz fest, sagte Schulte-Noelle. Das Management der Dresdner Bank habe sich zum Turn-around verpflichtet.

Äußerungen Schulte-Noelles in einem Interview der Wochenzeitung "Die Zeit" hatten zuvor Spekulationen ausgelöst, der Finanzkonzern denke an einen Verkauf der von der Branchenkrise getroffenen Bank. Die Dresdner Bank brauche Zeit, ihre Probleme zu lösen, hatte er der "Zeit" gesagt. "Schafft sie es nicht, stehen alle Optionen offen".

Grundsätzlich gelte für alle Gruppengesellschaften, und damit auch für die betroffenen Bereiche, dass sie mittelfristig positive Wertbeiträge schaffen müssten. "Ist dies nicht der Fall, müssen im Sinne verantwortungsvollen unternehmerischen Handelns alle Optionen geprüft werden", sagte Schulte-Noelle in Bochum. Dies sei aber nichts Neues.

Schulte-Noelle will zur Hauptversammlung im April 2003 das Amt des Allianz-Vorstandschefs abgeben und in den Aufsichtsrat wechseln.

Die Allianz-Aktie legte am Donnerstag bis zum späten Nachmittag um 2,03 % auf 67,49 % zu.

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