Bank und Versicherer kombinieren Sparte
Wachovia und Prudential schmieden drittgrößten US-Broker

In den USA entsteht ein neuer Riese im Wertpapierhandel und in der Anlageberatung für Privatkunden. Die US-Bank Wachovia und der Versicherer Prudential Financial legen ihre betreffenden Sparten zusammen, teilten die beiden Institute am Mittwoch mit.

NEW YORK. Das kombinierte, neue Unternehmen steigt mit Nettoeinnahmen in Höhe von 4,2 Mrd. Dollar jährlich zum drittgrößten US-Broker auf - nach Merrill Lynch und Citigroup-Tochter Salomon Smith Barney. Mit mehr als 12 500 Brokern und Anlageberatern ist die neue Gruppe künftig in fast allen US-Bundesstaaten vertreten.

Der Zusammenschluss kommt zu einer Zeit, in der bei Brokern eine Flaute herrscht, die zu massiven Entlassungen geführt hat. Von der Fusion erhoffen sich die Institute Spareffekte von 220 Mill. $ nach 2005, aber auch eine gute Ausgangslage bei einer Markterholung. Wachovia und Prudential präsentieren sich zudem als Alternative zu klassischen Wall-Street-Häusern. Deren Image hat unter den Skandalen um Interessenkonflikte zwischen Research und Investmentbanking gelitten. Wachovia und Prudential haben beide kein nennenswertes Investmentbanking- Geschäft.

Wachovia, die nach Börsenwert viertgrößte US-Bank, erhält 62 Prozent der Anteile an dem neuen Unternehmen, das nach Abschluss der Integration Wachovia Securities heißen wird. Prudential Financial, einer der größten US-Lebensversicherer, wird einen Minderheitsanteil von 38 Prozent halten.

Die beiden Institute hatten zuvor monatelang verhandelt, sich aber nicht über die Führung der kombinierten Einheit einigen können. Nun hat Prudential offenbar nachgegeben. Der Versicherer hat seit Beginn der Fusionsgespräche mehrere Top-Broker verloren, die wegen der Unsicherheit um die Prudential - Wertpapiersparte gegangen sind.

Zu der neuen Gruppe gehören auch die Abwicklungssparten der beiden Banken, die zusammen zum fünftgrößten Clearing-Haus der USA werden. Dagegen behält Prudential Financial seine Research- Sparte, die sich künftig auf die Beratung institutioneller Firmenkunden spezialisiert. Auch das Brokergeschäft außerhalb der USA von Prudential geht nicht in dem Gemeinschaftsunternehmen auf.

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