Banken dürfen doppelt so viele Starter-Kits verteilen
Ansturm auf die ersten Euro-Münzen erwartet

Nur noch sechs Tage, dann öffnet sich das erste Türchen im Euro-Bargeld-Kalender. Am 17. Dezember gibt es für alle Menschen, die die offizielle Einführung der neuen Münzen und Scheine am 1. Januar 2002 nicht erwarten können, schon einmal ein Probepäckchen.

mm FRANKFURT/M. Für 20 DM verteilen die deutschen Banken und Sparkassen dann die so genannten Starter-Kits, kleine Plastiksäckchen, die von jeder der acht Euro-Münzen, also vom 1 Cent- bis zum 2 Euro-Stück, einige Exemplare enthalten. Insgesamt stecken im Starter-Kit 20 Münzen im Wert von genau 10,23 .

53,5 Millionen Plastiktütchen haben die deutschen Banken vor mehr als zwei Jahren bei der Bundesbank bestellt - viel zu wenig, das zeichnet sich schon jetzt ab. Banken und Sparkassen rechnen am kommenden Montag mit einem regelrechten Ansturm der Kundschaft, die die Starter-Kits als originelles Weihnachtsgeschenk und Sammlerobjekt entdeckt hat.

Um dem erwarteten Run gerecht zu werden, und damit jeder Bürger auch wirklich so viele Starter-Kits kaufen kann, wie er möchte, hat die Bundesbank das verfügbare Kontingent kurzerhand verdoppelt. Aus ihren eigenen bereits eingelagerten Euro-Beständen dürfen die Banken jetzt eine weitere Milliarde Münzen selbst abpacken oder lose an Euro- Liebhaber abgeben. "Die doppelte Menge müsste eigentlich reichen", meint Stefan Marotzke, Sprecher des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes. Auch bei der Deutschen Bank 24 heißt es, "wir haben das Problem erkannt und werden es lösen." Am Ende werde es genügend Starter-Kits für alle geben.

Viele Banken wollen aus dem Tag, an dem die ersten Euro-Münzen unters Volk kommen, ein ganz besonderes Ereignis machen. So planen einige Institute wie die Kölner Kreissparkasse ihre Schalter bereits um Mitternacht zu öffnen. Der Westdeutsche Rundfunk soll die Verteilung der ersten Starter-Kits live im Fernsehen übertragen. Bei der Kölner Stadtsparkasse wird am Nachmittag Bundesbank-Präsident Ernst Welteke persönlich die Euro- Münzen verteilen.

Viel Aufregung um den 17. Dezember also, dabei sind die Deutschen zusammen mit Griechen und Portugiesen die Schlusslichter bei der Vorab-Verteilung des neuen Geldes. Franzosen, Iren und Niederländer können ihre Euro-Münzen bereits erstmals am Freitag, dem 14. Dezember, in den Händen halten. Die übrigen sechs Staaten haben sich für Samstag entschieden. Eines ist allerdings in allen Ländern gleich: Ausgeben darf man das neue Geld erst nach Silvester.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%