Banken-Fusion
Bankenaufsicht bezichtigt CoBRa falscher Behauptungen

Die Manager der CoBRa Beteiligungs-GmbH wittern hinter der Entscheidung des Aufsichtsamtes den Einfluss der deutschen Großbanken

dpa BERLIN. Die Auseinandersetzung des Commerzbank - Großaktionärs CoBRa mit der Bankenaufsicht geht in eine neue Runde. Das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen widersprach am Freitag in Berlin der Darstellung des CoBRa-Chefs Hansgeorg Hofmann, es wolle einen "als lästig empfundenen Aktionär ausmanövrieren". Das Amt habe nur seine Befugnis ausgeübt. So habe es dem Inhaber einer bedeutenden Beteiligung, dessen Vertreter als unzuverlässig angesehen werde, die Ausübung der Stimmrechte zu untersagen.

Die Manager der CoBRa Beteiligungs-GmbH wittern hinter der Entscheidung des Aufsichtsamtes den Einfluss der deutschen Großbanken. Im Interesse einer Fusion von Dresdner und Commerzbank soll aus Sicht von CoBRa ein lästiger Aktionär ausgesondert werden. Für das Verbot der Stimmrechtsausübung habe das Amt trotz dreimonatiger Fleißarbeit lediglich die straffrei gebliebene Steuerhinterziehung des CoBRa-Geschäftsführers Hofmann angeführt.

Die Bankenaufsicht hatte zu Wochenbeginn überraschend mitgeteilt, dass es CoBRa die Ausübung ihrer Stimmrechte auf Commerzbankaktien untersagt habe. CoBRa hatte dann mehrfach erklärt, dass diese Verfügung ins Leere gehen werde und dass die Gesellschaft gegen die Untersagung alle Rechtsmittel ausschöpfen wolle.

Das Bundesaufsichtsamt stellte zugleich klar, dass es erst durch die bei ihm eingereichte Anzeige über die Commerzbank-Beteiligung darüber informiert worden sei, dass Hofmann CoBRa-Geschäftsführer sei. Die Behauptung, man habe vor der Bestellung Hofmanns zum CoBRa- Chef bei der Bankenaufsicht angefragt und dieses habe damals keine Bedenken gegen Hofmann geäußert, sei falsch. Unzutreffend sei auch, dass das Amt alle Einzelaktionäre überprüft und nicht den leisesten Zweifel geäußert habe. Gegenwärtig prüfe das Bundesaufsichtsamt, ob gegenüber den Einzelaktionären eine Inhaberkontrolle nötig sei, hieß es.

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