Banken lehnten Sanierungskonzept ab
Spanplatten-Riese Hornitex stellte Insolvenzantrag

Der weltgrößte Hersteller von Spanplatten, die Hornitex-Gruppe mit Hauptsitz im westfälischen Horn-Bad Meinberg (Kreis Lippe), hat einen Insolvenzantrag gestellt. Ein Konzept für eine Erfolg versprechende Sanierung der Gruppe sei am Freitag von mehreren Banken endgültig abgelehnt worden, sagte ein Firmensprecher.

ddp-vwd HORN-BAD MEINBERG. Deshalb habe man den Antrag für das gesamte Unternehmen am Vormittag beim Detmolder Amtsgericht eingereicht. Ein Justizsprecher bestätigte den Eingang.

Hornitex beschäftigt bundesweit 2.700 Mitarbeiter. Allein in Horn-Bad Meinberg sind nach Angaben der IG Metall 1.500 Arbeitsplätze akut gefährdet. Was mit den Mitarbeitern und dem Unternehmen passieren wird, konnte der Unternehmenssprecher zunächst nicht sagen. Zum Insolvenzverwalter wurde ein Anwalt der Heidelberger Sozietät Wellensiek bestellt.

Sinkende Absatzzahlen und eine verfehlte Investitionspolitik sollen das Unternehmen in Schwierigkeiten gebracht haben, die vom guten Auslandsgeschäft nicht hätten aufgefangen werden können. Hornitex setzte im vergangenen Jahr 850 Millionen Mark um.

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