Banken leiden unter faulen Krediten
Tokios Börse schließt leichter

Die Tokioter Börse hat am Mittwoch deutlich schwächer geschlossen. Händler sagten, schlechte Nachrichten aus dem Bankbereich und das enttäuschende Ergebnis des US-Mobilfunk-Technologie-Herstellers Qualcomm hätten den Markt nach unten gerissen.

Reuters TOKIO. Der Nikkei Index der 225 führenden Werte sank 3,28 % oder 348,74 Punkte. Der umfassende Topix büsste 2,35 Prozent oder 25,04 Zähler ein auf 1 038,52 Punkte. Mit 688,92 (Vortag 562,16) Millionen gehandelten Aktien seien die Umsätze wiederum moderat gewesen.

"Das schwache Abschneiden von Qualcomm habe Tokio genau die entgegengesetzte Nachricht geschickt wie am Tag vorher Cisco ", sagte ein Händler. Darauf hätten die Technologiewerte zum Teil kräftige Einbussen erlitten.

NTT DoCoMo verloren fast vier Prozent auf 1 530 000 Yen. NTT DoCoMo habe zudem unter Verkäufen vor dem nach Börsenschluss veröffentlichten Zwischenbericht gelitten. Das Unternehmen habe wie erwartet die Beteiligung an der niederländischen KPN Mobile in Form eines ausserodentlichen Verlusts abgeschrieben. Dadurch fiel auch die Muttergesellschaft in die roten Zahlen.

Grössere Einbussen erlitten auch die Banken. Der Bankensektor büsste insgesamt über vier Prozent ein. Die Tageszeitung "Mainichi Shimbun" berichtete, dass die Mizuho Holding , die gemessen an der Bilanzsumme weltgrösste Bank, ihre Vorsorge für faule Kredite in 2001/2002 auf 1,8 Billionen Yen nahezu verdoppeln müsse. Mizuho Holdings sackten 8,16 % ab auf 315 000 Yen.

"Im Markt herrscht das Gefühl vor, dass es scheinbar kein Ende nimmt mit diesem Sumpf an faulen Krediten, egal wie viele beseitigt werden, immer kommen wieder neue hinzu", sagte Kazayuki Naito vpn UFJ Capital Markets Securities.

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