Banken müssen Kredite wieder verlängern
Mobilcom geht das Geld aus

Für das knapp vor der Pleite stehende Mobilfunkunternehmen Mobilcom ist der Freitag wieder ein Zittertag: Zum fünften Mal werden Kredite über 4,7 Milliarden Euro fällig, die Mobilcom aus eigener Kraft nicht bedienen kann.

HB/dpa HAMBURG. Die Banken haben bereits vier Mal die Kredite verlängert und zuletzt auch auf Zinszahlungen verzichtet. Ein solcher Schritt ist erneut notwendig, um die Insolvenz von Mobilcom am Freitag zu verhindern.

Großaktionär France Télécom hat zugesagt, die Bankkredite zu übernehmen, falls Mobilcom-Gründer Gerhard Schmid seine Aktien an einen Treuhänder überträgt. Die Verhandlungen zwischen Schmid und der Bundesregierung um den Text des Treuhänder-Vertrags kamen am Donnerstag nicht spürbar voran, wurden aber auch nicht unterbrochen oder eingestellt. Umstritten ist nach wie vor die Person des Treuhänders, der Schmids Aktien verwalten soll. Alle übrigen Punkte sind unter dem wachsenden Druck des drohenden Insolvenzverfahrens geklärt. Schmid will nach wie vor den ehemaligen Debitel-Chef Joachim Dreyer, den die Regierung ablehnt.

Die Einigung mit Schmid ist die Voraussetzung für alle weiteren Sanierungsschritte für das Unternehmen. Auf dem Papier sind nicht nur die Entschuldung durch France Télécom, sondern weitere staatlich verbürgten Kredite über mehr als 160 Millionen Euro unterschriftsreif. Mobilcom lebt von einem Kredit über 50 Millionen Euro aus dem September, der jedoch fast aufgebraucht ist. Der Insolvenzantrag wird täglich erwartet, ist aber bislang ausgeblieben. Auch am Freitag gilt es als unwahrscheinlich, dass die Banken das Unternehmen unmittelbar vor einer möglichen Rettung fallen lassen.

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