Banken müssen Kunden auf Ratings hinweisen
Anleger sollten Rating-Einstufungen kennen

Banken müssen bei einer Anlageberatung ihre Kunden auch auf Einstufungen durch Rating-Agenturen hinweisen.

ddp/vwd ROSENHEIM. Dies entschied das Oberlandesgericht Nürnberg (Aktenzeichen: 12 U 2976/01). Im betreffenden Fall hatte ein Anleger eine Anleihe des südkoreanischen Autokonzerns Daewoo gezeichnet. Sein Bankberater wies den Kunden darauf hin, dass er die Bonität der Anlage nicht genau einschätzen könne und Industrieanleihen immer ein gewisses Risiko beinhalten würden. Nach einem verlustreichen Geschäft zog der Anleger gegen die Bank vor Gericht.

Zu Recht, so die Nürnberger Richter. Denn wenn die Bank vor Verkauf der Anleihe nicht auf mögliche Einstufungen der Papiere durch eine Rating-Agentur hingewiesen hat, habe der Anleger Anspruch auf Schadenersatz.

Der Berater hätte dem Käufer empfehlen müssen, seine Kaufabsichten durch ein Rating gegenzuchecken. Zum Zeitpunkt der Zeichnung wurde das Daewoo-Papier durch die Rating-Agentur Standard & Poor's mit der Note "B-" bewertet, berichtet das Fachmagazin "AssCompact" (Oktoberausgabe).

Die Bank wurde auf 51 129 Euro Schadenersatz verklagt.

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