Banken und Versicherungen am stärksten betroffen
Fachkräftemangel bremst Einsatz neuer Technologien

Ein Viertel der deutschen Unternehmen konnten im vergangenen Jahr ihre Planungen für den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) nicht wie geplant realisieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Dienstag veröffentlichte Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim. Größtes Hemmnis war dabei der Mangel an geeignet qualifiziertem Fachpersonal.

ddp-vwd MANNHEIM. Am stärksten betroffen waren Banken und Versicherungen. Sie würden über 13 Prozent mehr IKT-Mitarbeiter beschäftigen, wenn sie geeignetes Personal fänden. Auch der Großhandel, die technische Dienstleister und die sonstigen unternehmensnahen Dienstleister leiden überdurchschnittlich stark unter dem Mangel an Fachpersonal. Die ZEW-Studie, die sich mit der technologischen Leistungsfähigkeit Deutschlands befasst, war vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in Auftrag gegeben worden.

Für 80 Prozent dieser nicht besetzten IKT-Stellen wünschen sich die Unternehmen Hochschulabsolventen. Insbesondere Informatiker haben laut ZEW nach Abschluss des Studiums gute Berufsaussichten. In diesem Fach sei in den vergangenen zwei Jahren die Zahl der Studienanfänger zwar deutlich gestiegen. Der Zuwachs sei aber längst nicht stark genug, um den höheren Bedarf zu decken. Statt dessen würden viele Unternehmen auf Absolventen anderer natur- und ingenieurwissenschaftlicher Fachrichtungen ausweichen. Dies führe wiederum dazu, dass diese Absolventen dann anderen Branchen fehlten.

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