Banken und Wirtschaftsinstitute veröffentlichen ihre Erwartungen
Deutsches Bruttoinlandsprodukt soll um 3 Prozent steigen

Banken und Wirtschaftsinstitute veröffentlichen ihre Prognose zu BIP, Inflationsrate, Arbeitslosenzahlen, Tendenz der Industrie und des Außenhandel und der Zinserwartungen.

Reuters FRANKFURT. Das Wirtschaftwachstum in Deutschland wird Analysten zufolge in diesem Jahr mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3 % seinen Höhepunkt erreichen und im kommenden Jahr sich leicht auf 2,9 % abschwächen. Das ergab die am Montag veröffentlichte jüngste Reuters-Quartalsumfrage unter Volkswirten von Banken und Wirtschaftsforschungsinstituten. Im Durchschnitt liegt die BIP-Schätzung der Volkswirte für dieses Jahr damit gleichauf mit den Prognosen der Bundesregierung, ist jedoch noch etwas optimistischer für die Wirtschaftsentwicklung im kommenden Jahr. Die Regierung erwartet für 2000 ebenfalls einen Zuwachs von drei Prozent und für das nächste Jahr ein Plus von 2,75 %.

Inflationsrate von 1,9 Prozent erwartet

Ihre Voraussage für die Inflationsentwicklung haben die Volkswirte angesichts der hohen Ölpreise und der Schwäche des Euro-Kurses im Vergleich zur vorangegangenen Quartalsumfrage nach oben revidiert. Im Durchschnitt erwarten sie nun einen Preisniveauanstieg von 1,9 % in diesem Jahr und 1,8 % in 2001. Im Jahr 1999 hatte die Inflationsrate im Jahresdurchschnitt bei 0,6 % gelegen.

Arbeitslosenzahlen sollen um 1 % sinken

Für vorsichtigen Optimismus sprechen die Prognosen zur Entwicklung der Arbeitslosigkeit. Hier gingen im Durchschnitt die angegeben Quoten für dieses und nächstes Jahr um jeweils einen Prozentpunkt auf 9,5 %, beziehungsweise 8,8 % zurück.

Die Industrieproduktion wird den Analysten zufolge im vierten Quartal 2000 mit einem Anstieg von 5,5 % ihren Höhepunkt erreichen. Für das Gesamtjahr erwarten sie ein Plus von 5,1 % und in 2001 einen etwas niedrigeren Zuwachs von 4,1 %.

Zuwächse im deutschen Außenhandel

Kräftige Zuwachsraten sind nach Einschätzung der Volkswirte im deutschen Außenhandel in diesem Jahr zu erwarten, die sich jedoch im kommenden Jahr deutlich abschwächen könnten. Die Prognose lautet auf 12,1 % Zuwachs in 2000 und 7,4 % in 2001. Im vergangenen Jahr waren die Ausfuhren nur um knapp 3,9 % gestiegen. Nach oben korrigiert haben die Analysten auch ihre Schätzungen für die Einfuhren. Sie erwarten für dieses Jahr nun eine Wachstumsrate von 9,6 %. Für das nächste Jahr lautet die Prognose auf plus 7,1 %.

Unterschiedliche Zinsprognose je nach Laufzeit

Wie die Zinsprognosen der Volkswirte zeigen, erwarten sie im kommenden Jahr eine weitere Verringerung des Zinsabstandes zwischen Anlagen kurzer und langer Laufzeit. Für den Drei-Monats-Euribor erwarten sie einen deutlichen Anstieg von 5,10 % in 2000 auf 5,21 % in 2001. Die Rendite für die zehnjährige Bundesanleihe wird sich der Prognose zufolge dagegen nur leicht von 5,32 in diesem Jahr auf 5,35 % im nächsten Jahr erhöhen.

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