Bankeneinigung gesucht
Luft wird für Eurobike dünn

Der hoch verschuldete Anbieter von Motorradbekleidung, Eurobike AG, gerät nach Aussage von Vorstandschef Peter Mrosik derzeit immer wieder in Liquiditätsengpässe.

Reuters DÜSSELDORF. Zur Sanierung der Finanz- und Bilanzstruktur sei daher eine grundsätzliche Vereinbarung mit den Banken getroffen worden, sagte Mrosik am Montag in Düsseldorf. Der endgültige Finanzierungsplan werde in zwei Monaten stehen. Darüber hinaus solle eine erneute Kapitalerhöhung die Eigenkapitalquote verbessern.

"Die Luft zum Atmen für die operativen Gesellschaften ist dünn", sagte Mrosik. Zwar habe Eurobike durch die Restrukturierungen im vergangenen Jahr die Voraussetzung für weiteres Wachstum geschaffen. Doch gerate das Unternehmen durch den enormen Schuldenberg "permanent wiederkehrend in Liquiditätsengpässe". Da die Lieferanten auf kürzere Zahlungsziele bestünden, komme es wegen mangelnder Zahlungsfähigkeit zu Warenversorgungsengpässen und nicht mehr einholbaren Umsatzeinbußen.

Auf der Hauptversammlung am Mittwoch sollen die Aktionäre über eine erneute Kapitalerhöhung um 4,2 Mill. Aktien entscheiden. Weitere Kapitalmaßnahmen schloss Mrosik nicht aus. Bereits im November vergangenen Jahres realisierte Eurobike eine Kapitalerhöhung um 2,8 Mill. Aktien, wodurch 7,6 Mill. ? in die Konzernkasse gespült wurde.

Für das seit Oktober laufende Geschäftsjahr 2002/03 erwarte die Gruppe wegen der anhaltenden Konsumflaute und der Aufgabe der Großhandelsaktivitäten einen Rückgang der Umsätze bei gleichzeitiger Verbesserung der Profitabilität. Im traditionell schwachen ersten Quartal sei der Umsatz auf knapp 41 (Vorjahr 49,6) Mill. ? zurückgegangen. Der Verlust nach Steuern erhöhte sich auf 8,7 (minus 4,2) Mill. ?. Neben der Konsumzurückhaltung hätten sich Warenversorgungsengpässe und damit einhergehende Umsatzausfälle ausgewirkt. Mit Beginn der Motorradsaison Anfang März hätten die Umsätze indes angezogen, sagte Mrosik.

In dem zum 30. September geendeten Geschäftsjahr 2001/02 hatte Eurobike bei einem Umsatz von 277,0 (Vorjahr 276,0) Mill. ? den Fehlbetrag auf 1,4 (minus 67,7) Mill. ? verringert. Die Gesamtverbindlichkeiten wurden auf 164,4 (189,3) Mill. ? reduziert. Die Zinsbelastungen beliefen sich den Angaben zufolge auf knapp zwölf Mill. ?.

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