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Bankenkreise - Dresdner Bank vor Zukauf in USA

Die Dresdner Bank will nach Informationen aus Bankenkreisen das US-Investmenthaus Wasserstein Perella & Co kaufen. Die Verhandlungen seien bereits weit fortgeschritten, eine endgültige Entscheidung aber noch nicht gefallen, hieß es in den Kreisen am Dienstag weiter.

Reuters FRANKFURT. Mit dieser Akquisition würde die Dresdner Bank ihre Position in der Königsdisziplin des Investmentbanking, der Beratung bei Fusionen und Firmenübernahmen stärken. Die Dresdner Bank wollte zu dem geplanten Kauf keinen Kommentar abgeben. Analysten sagten, ein kleinerer US-Zukauf würde sehr gut in die Strategie der Dresdner passen, die neben dem Kernmarkt Europa auch in den USA punktuell Fuß fassen will. Einem Zeitungsbericht zufolge verlangt Wasserstein Perella für ihre Investmentaktivitäten bis zu 1,5 Mrd. $.

"Es sieht so aus, als würden die Dresdner Bank und Wasserstein sich einig", hieß es in den Kreisen am Dienstag weiter. Noch sein aber der Kauf nicht abgeschlossen.

Die Dresdner Bank hatte in den vergangenen Jahren mehrfach erfolglos versucht, ein US-Investmenthaus zu übernehmen. Analysten reagierten durchweg positiv auf den offenbar bevorstehenden Zukauf. "Ein kleinerer Zukauf in den USA würde sehr gut in die Strategie der Dresdner Bank passen, denn die Dresdner hat sich im Investmentbankling auf Europa fokussiert", sagte Bankanalyst Dieter Hein vom Credit Lyonnais in Frankfurt.

Wasserstein Perella ist nicht börsennotiert und zumindest in Europa wenig bekannt. Trotzdem handelt es sich den Analysten zufolge um ein renommiertes Haus mit hoher Expertise. "Wasserstein war bei mehreren namhaften internationalen Akquisitionen und Übernahmen dabei. Das spricht für gute Kontakte und Sachverstand", sagte Alexander Plenk von der Bankgesellschaft Berlin. Wasserstein hat nach eigenen Angaben den Schweizer Bankkonzern UBS bei dessen Kauf von PaineWebber beraten und hatte ein Mandat bei der Fusion von TimeWarner und AOL.

Strategisch würde Wasserstein sehr gut passen", sagte Plenk, der die Dresdner Bank auf "akkumulieren" einstuft, während sein Kollege Hein das Geldhaus mit "reduzieren" bewertet.

Die Aktien der Dresdner Bank lagen gegen 09.30 Uhr MESZ mit knapp einem Prozent im Minus bei 51,75 Euro.

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