Bankenkrise entschärft
Japan will mit neuem Programm Deflation bekämpfen

Japan will mit einem neuen Programm einer drohenden Verschärfung der Bankenkrise und der Deflation im Land entgegenwirken.

Reuters TOKIO. Die Regierung stellte am Mittwoch ein Programm vor, in dem die Bank von Japan (BoJ) zu einer "mutigen Geldpolitik" aufgefordert wird.

Die Regierung selbst werde die Stabilität der Finanzmärkte durch alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel sichern, kündigte die Tokioter Regierung in dem Programm an. Dies beinhalte auch Stärkung des Kapitals von Banken im Fall einer sich anbahnenden Krise. Zudem werde die für faule Kredite zuständige Behörde künftig aktiver die nicht bedienten Kredite der Banken zu Marktpreisen aufkaufen. Darüber hinaus werde die Finanzmarktaufsicht die Prüfung der Banken beschleunigen. "Wir wollen eine rasche Lösung des Problems fauler Kredite, indem wir verschiedene Maßnahmen ergreifen, um eine Finanzkrise zu verhindern", heißt es in dem Dokument. Ende September hatte sich das Gesamtvolumen der Kreditausfälle nach amtlichen Angaben auf 36,8 Billionen Yen (rund 236,4 Mrd. Euro) belaufen.

Das Programm ist die Antwort der Tokioter Regierung auf die seit drei Jahren andauernde Deflation. Diese bedeutet im Gegensatz zur Inflation sinkende Preise. Die Deflation hatte zu nachlassendem Konsum geführt, die Gewinne der Unternehmen einbrechen lassen und das Problem der Kreditausfälle der Banken verschärft.

Ein zweites Maßnahmenpaket hat die Tokioter Regierung etwa für Juni dieses Jahres avisiert. Dieses solle eine Steuerreform und andere Schritte zur Belebung der Wirtschaft umfassen.

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