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Bankenpräsident Breuer übt Kritik an unklaren Geldwäsche-Vorschriften

Der Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken, Rolf Breuer, hat die unklaren Vorschriften im Zusammenhang mit Geldwäsche kritisiert.

dpa-afx FRANKFURT. Der Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken, Rolf Breuer, hat die unklaren Vorschriften im Zusammenhang mit Geldwäsche kritisiert. Auf Grund dieser Situation seien rund 900 "unschuldige Kunden" angezeigt worden, erklärte Breuer nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" am Mittwoch auf dem Bankenkongreß "Euro Finance Week" in Frankfurt. Dies könne von Kunden als Vertrauensbruch empfunden werden. Im vergangenen Jahr hatten die Banken in Deutschland insgesamt 6 000 Verdachtsfälle von Geldwäsche angezeigt.

Breuer bezeichnete die zweite Anti-Geldwäsche-Richtlinie der EU als praxisfremd. Sie schreibe zum Beispiel vor, dass die Banken "politisch exponierten Personen" besondere Aufmerksamkeit widmen müssten. Unklar sei aber, ob dies etwa beim Bürgermeister von Hanau oder erst beim Landesvorsitzenden einer Partei anfange. Außerdem sei es für die Banken sehr schwierig, die Auflage zur Ermittlung der letzten Eigentümer eines Unternehmens zu ermitteln. Falls diese im Ausland lebten, sei dies sogar praktisch unmöglich.

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