Bankenreform in Japan
Die faulen Kredite

In den vergangenen Jahren haben Japans Banken die unvorstellbare Summe von mehr als 90 Bill. Yen oder 730 Mrd. Euro an faulen Krediten abgebaut. Dennoch destabilisieren die Darlehen, deren Rückzahlung in Frage steht, die japanische Wirtschaft am meisten.

Doch wie beim Kampf gegen Maulwurfshügel sprießen immer wieder neue Problemfälle aus dem Boden. War zu Beginn das Platzen der Finanz- und Immobilienblase der Grund dafür, dass viele Unternehmen ihre Darlehen nicht mehr zurückzahlen konnten, ist es jetzt immer häufiger der Strukturwandel der Wirtschaft, der veraltete Branchen und Unternehmen trifft.

Neun Jahre in Folge übertreffen die Abschreibungen jetzt schon die operativen Gewinne der Großbanken - und fressen immer weiter an ihrer Kapitalbasis. "Es bleibt praktisch kein Puffer", schreibt die japanische Notenbank in ihrer jüngsten Studie zum Thema. Die Zentralbanker glauben nicht, dass die Ertragskraft der japanischen Banken ihre Kreditkosten tragen können. Die Kreditmargen sind enorm niedrig und unrealisierte Gewinne aus Aktienbeteiligungen seien weitgehend aufgebraucht. Wieviel faule Kredite derzeit in den Büchern stehen, ist schwer zu schätzen und schwankt je nach Wirtschaftslage und Finanzkraft der Kreditnehmer. Offiziell geht die Finanzaufsichtsbehörde von gut 50 Billionen Yen (406 Milliarden Euro) aus. Einige Analysten gehen vom bis zu Fünffachen aus.

Quelle: Handelsblatt

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