Bankensektor belastet
Banken drücken Nikkei deutlich ins Minus

Die Tokioter Börse hat am Mittwoch den Abwärtstrend wieder aufgenommen. Händler sagten, erneut hätten vor allem deutliche Verluste im Bankensektor den Aktienmarkt nach unten gezogen.

rtr/dpa TOKIO. Der 225 führende Werte Nikkei-Index sackte 1,96 % oder 166,72 Zähler ab auf 8344,01 Punkte. Der kapitalgewichtete Topix-Index gab 1,94 % oder 16,18 Punkte nach auf 815,74 Zähler.

Am Dienstag hatte Tokio erstmals nach neun Sitzungen mit Verlusten die längste negative Serie seit 1991 kurz unterbrochen und für einen Tag fester tendiert. Analysten erklärten, inländische institutionelle Anleger hätten vermehrt versucht, mit dem Verkauf von Index-Futures die bescheidene Performance ihrer Portfolios sicherzustellen. Diese Verkäufe hätten die Futures auf den Topix-Index deutlich unter Druck gesetzt.

"Ich denke, der Markt wird von andauernden hausgemachten Problemen verfolgt, vor allem vom Berg fauler Kredite", sagte Yuusuke Sakai von Mizuho Securities. Das Aufwärtsmomentum werde erst in den Markt zurückkehren, wenn die Regierung öffentliche Gelder ins Banksystem einschiesse und damit die Bedenken der Investoren über die schwache Kapitalbasis der Banken ausräume, sagte er.

Auf Grund dieser anhaltende Sorgen um die Auswirkungen der faulen Kredite japanischer Banken erlitten die Aktien der Grossbanken wie Mizuho Holdings Inc oder Sumitomo Mitsui Financial hohe Verluste. Die Mizuho-Aktien verloren 6,8 % auf 110 000 Yen, Sumitomo-Titel gaben 5,7 % auf 346 000 Yen ab.Auch die Aktien von Brokern wie etwa von Nikko Cordial verzeichneten Abgaben.

Die negativen Nachrichten des US-Speicherchipherstellers Micron Technologies hätten dem Technologiesektor zugesetzt. Micron verbuchte wegen des Preiszerfalls einen Verlust. Darunter hätten in Japan dann vor allem Werte wie Advantest oder Fujitsu gelitten. Der Nikkei-Index ist stark technologieorientiert und reagiert daher sensibel auf die Entwicklung der Nasdaq.

All Nippon Airways (ANA) fielen 4,6 % auf 209 Yen und damit auf den tiefsten Stand seit 1975. Händler sagten, ANA leide unter dem Zusammenbruch seines US-Partners United Airlines, dem Anstieg der Ölpreise und den anhaltenden Kriegsängsten.

Um 15 Uhr Ortszeit notierte der US-Dollar fester mit 121,24-28 Yen nach 120,72-75 Yen zur gleichen Zeit am Vortag. Der Euro notierte fester mit 1,0278-80 Dollar nach 1,0274-77 Dollar am Vortag zur gleichen Zeit.

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