Bankentitel stehen im Blickpunkt
Händler rechnen heute mit lustlosem Handel

Der Handel am deutschen Aktienmarkt dürfte sich nach Einschätzung von Börsianern zu Wochenbeginn auf Grund eines Feiertags in den USA wohl zunächst lustlos zeigen. "Das Handelsvolumen war schon am Freitag gering, das dürfte heute weiter gehen", sagte ein Händler am Montag und verwies dabei auf den Labour-Day-Feiertag in den USA. Von den US-Börsen sowie von konjunktureller Seite gebe es wenig Impulse.

Reuters FRANKFURT. Im Fokus bei den deutschen Standardwerten könnten die Bankentitel stehen, nachdem es in einem Zeitungsbericht vom Wochenende geheißen hatte, die Deutsche Bank befinde sich in Fusionsverhandlungen mit der britischen Barclays. Die beiden Banken lehnten eine Stellungnahme ab und sprachen von Marktgerüchten. Ebenfalls dürften sich die Anleger für die Titel der Telekom interessieren, nachdem eine Haltefrist für ehemalige Aktionäre der per Aktientausch übernommenen US-Mobilfunkfirma Voicestream am Wochenende abgelaufen war.

Die Citibank berechnete den Deutschen Aktienindex (Dax) gegen 8.15 Uhr mit 5188 Punkten, nach einem Schluss von 5188 Zählern am Freitag. Das Handelshaus Lang & Schwarz sah den Dax bei 5191 Punkten. Am Neuen Markt werden ebenfalls kaum veränderte Kurse erwartet. Die US-Börsen hatten den Handel vor dem verlängerten Wochenende mit leichten Kurszuwächsen beendet.

Im Dax dürften am Montag die Finanzwerte im Fokus der Anleger stehen, nachdem die "Welt am Sonntag" ohne nähere Details berichtet hatte, die Deutsche Bank sei in intensiven Fusionsverhandlungen mit der britischen Barclays Bank. Die Deutsche Bank müsse einem möglichen Zusammengehen von Commerzbank und Unicredito etwas entgegensetzen, zitierte die Zeitung einen Deutsche-Bank-Manager.

Die Commerzbank hatte zuvor einen Kommentar zu Medienberichten über eine angebliche Übernahme der Bank durch die zweitgrößte italienische Bank abgelehnt. Schon lange wird in der Branche über eine Übernahme der Commerzbank spekuliert, deren geplantes Zusammengehen mit der Dresdner Bank im vergangenen Jahr nicht zu Stande gekommen war. Dabei war in jüngster Zeit auch Unicredito als möglicher Kandidat für einen künftigen Mutterkonzern genannt worden.

Im Blick der Anleger könnten daneben die Titel der Telekom stehen, nachdem am Samstag eine zwischen der Telekom und ehemaligen Voicestream- und Powertel-Aktionären vereinbarte Haltefrist für rund 200 Millionen T-Aktien abgelaufen war. "Ich glaube nicht, dass Anleger die Papiere aggressiv verkaufen werden", sagte ein Börsianer. "Wer klug ist, wird die Papiere über einen längeren Zeitraum hinweg verkaufen."

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