Bankentitel unter Druck
Nikkei-Index fällt unter 11 000 Punkte

Die Aktienbörse in Tokio hat am Freitag nach der negativen Vorgabe der Wall Street mit deutlichen Verlusten geschlossen. Freundlich haben die Aktienkurse in Singapur den Handel beendet. Die Hongkonger Börse beendet den Handel mit moderaten Kursverlusten.

vwd / Tokio. Sehr schwach hat die Börse in Tokio am Freitag den Handel beendet. Der Nikkei-225-Index verlor 1,7 Prozent bzw 184,29 JPY auf 10.962,98 JPY und rutschte damit unter die Unterstützung bei 11.000 JPY. Der Topix-Index ermäßigte sich um 1,2 Prozent bzw 12,78 Stellen auf 1.056,29. Das Volumen betrug nach vorläufigen Angaben 751,65 (Vortag: 660,95) Mio Aktien. 835 Verlierern standen 515 Gewinner gegenüber. 138 Titel schlossen unverändert.

Die schwache Nasdaq habe Druck auf Technologie-Titel ausgeübt, sagten Marktteilnehmer. Einige Investoren hättten auch deswegen verkauft, weil wider Erwarten öffentliche Pensionsfonds nicht als Käufer am Markt aufgetreten seien.

Bankentitel weiteten ihre Verluste aus, nachdem Mizuho Holdings, Daiwa Bank Holdings und Mitsui Trust Holdings ankündigten, ihre aktualisierten Prognosen für das im März abgeschlossene Fiskaljahr nach Handelsschluss zu veröffentlichen. Mizuho gaben 4,2 Prozent ab auf 229 JPY.

Daiwa verloren 2,2 Prozent auf 87 JPY. Kurz vor Börsenschluss veröffentlichte Mitsui Trust Holdings seine neuesten Planzahlen. Die Bank rechnet demnach mit einem höheren Nettoverlust von 290 Mrd JPY. Die Aktien konnten daraufhin einen Teil der Verluste wettmachen und schlossen 0,5 Prozent niedriger auf 200 JPY. Andere Banken, darunter UFJ Bank, Mitsubishi Tokyo Financial Group und Sumitomo Trust, gaben ebenfalls ab.

Freundlich haben die Aktienkurse in Singapur am Freitag nach den am Vortag angekündigten Senkungen der Körperschaftssteuer den Handel beendet. Der Straits-Times-Index stieg um 0,6 Prozent bzw 11,17 Punkte auf 1.751,75. Insgesamt 125 Kursgewinnern standen 109 Kursverlierer gegenüber. Das Volumen lag mit 539,3 (518,6) Mio Aktien leicht über Vortagesniveau. Bankentitel legten zu, weil Händler erwarten, dass die Steuerkürzungen zu mehr Investitionen und damit mehr Kunden führen werden. Oversea-Chinese Banking verbesserten sich um 2,2 Prozent auf 13,80 SGD. United Overseas Bank gewannen 0,7 Prozent auf 14,50 SGD. Singapore Press Holdings legten 1,7 Prozent auf 23,70 SGD zu. Grund waren Hoffnungen, mit steigender Konsumbereitschaft werde sich auch das Anzeigengeschäft beleben. Singapore Airlines verbesserten sich um 2,3 Prozent auf 13,50 SGD und Neptune Orient Lines um 2,7 Prozent auf 1,15 SGD. Die Angst vor steigenden Treibstoffpreisen habe nachgelassen, begründeten Marktteilnehmer. Integra 2000 verbilligten sich um 3,7 Prozent auf 0,13 SGD, nachdem das Unternehmen Übernahme- und Fusionsgerüchte dementiert hatte.

Die Hongkonger Börse hat den Handel am Freitag mit moderaten Kursverlusten beendet. Die Titel von exportorientierten Firmen seien nach schwachen Unternehmenszahlen in den USA von Sorgen belastet worden, die Nachfrage im grössten Exportmarkt Hongkongs könnte sich abschwächen. Der Hang-Seng-Index verlor 34,43 Punkte oder 0,32 Prozent auf 10.710,48 Zähler. Im Wochenvergleich hat der Index damit etwas mehr als ein Prozent eingebüsst. Unter den Exportwerten verbilligten sich Johnson Electric 0,9 Prozent auf 10,65 HK-Dollar. Schwächer schlossen auch Sino Land mit minus 0,9 Prozent, die Titel des Verlegers SCMP Group mit einem Minus von 0,6 Prozent und die Titel des TV-Unternehmens TVB , die 0,3 Prozent verloren.

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