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Bankenverband: Trotz Inflationsanstieg keine Eile für Zinswende in Eurozone

BERLIN (dpa-AFX) - Der Bundesverband deutscher Banken sieht trotzgestiegener Ölpreise keine Eile für eine baldige Erhöhung der Leitzinsen in derEurozone. Unterausgelastete Produktionskapazitäten und die schwacheBinnennachfrage dürften den Preiserhöhungsspielraum der Unternehmen weiterhineng begrenzen, schreibt der Bankenverband in seinem am Montag veröffentlichtenKonjunkturbericht. Außerdem sei das Risiko einer Lohn-Preis-Spirale, wie nachdem kräftigen Anstieg der Ölpreise in der 70er Jahren, als vergleichsweisegering einzustufen.

BERLIN (dpa-AFX) - Der Bundesverband deutscher Banken sieht trotzgestiegener Ölpreise keine Eile für eine baldige Erhöhung der Leitzinsen in derEurozone. Unterausgelastete Produktionskapazitäten und die schwacheBinnennachfrage dürften den Preiserhöhungsspielraum der Unternehmen weiterhineng begrenzen, schreibt der Bankenverband in seinem am Montag veröffentlichtenKonjunkturbericht. Außerdem sei das Risiko einer Lohn-Preis-Spirale, wie nachdem kräftigen Anstieg der Ölpreise in der 70er Jahren, als vergleichsweisegering einzustufen.

Die Inflationsrate in der Eurozone dürfte im laufenden Jahr bei einemangenommenen Ölpreis von 30 US-Dollar je Barrel leicht über der Marke von 2Prozent liegen. Für Deutschland dürfte die Jahresinflationsrate bei rund 1,75Prozent liegen.

WARNUNG VOR ÜBERZOGENEM KONJUNKTUROPTIMISMUS

Auch wenn die Konjunkturdaten in Deutschland laut Bankenverband zuletztpositiv überrascht haben, warnt der Verband vor einem überzogenenKonjunkturoptimismus. Arbeitstäglich und saisonbereinigt könne dasWirtschaftswachstum im laufenden Jahr bei 1,3 Prozent liegen. Durch die höhereAnzahl von Arbeitstagen könne das Wachstum jedoch unbereinigt um rund 0,5Prozentpunkte darüber liegen.

Die Binnennachfrage dürfte sich zwar stabilisieren. "Da derBeschäftigungsabbau aber immer noch nicht zum Stillstand gekommen ist, ist indiesem Jahr aber keine nennenswerte Belebung der privaten Konsumnachfrage mehrzu erwarten", schreibt der Verband. Die bisher wichtigste Stütze der Konjunkturder Export könnte sich jedoch abschwächen. "Das globale Wirtschaftswachstumkönnte in der zweiten Jahreshälfte etwas von seiner Dynamikverlieren."

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