Bankgesellschaft Berlin
Anklage gegen Aubis-Chefs erhoben

Im Zusammenhang mit der Affäre um die Bankgesellschaft Berlin hat die Berliner Staatsanwaltschaft erstmals Anklage gegen die Chefs der Immobilienfirma Aubis erhoben. Den beiden Aubis-Managern Christian Neuling und Klaus-Hermann Wienhold werde gemeinschaftlicher Betrug und versuchter Betrug vorgeworfen, teilte die Justiz am Mittwoch mit.

rtr BERLIN. Die Ende Februar festgenommenen Manager sollen mit Hilfe des Leipziger Wärmelieferanten Elpag bei der Lieferung von Heizenergie für rund 10 000 Plattenbauwohnungen in Ostdeutschland illegal in die eigene Tasche gewirtschaftet haben. Geschäfte der beiden Aubis-Chefs standen im Zentrum der Berliner Bankenaffäre.

Neuling und Wienhold sollen bei Sanierungsverhandlungen über das Aubis-Kreditmanagement im Jahr 1999 wahrheitswidrig behauptet haben, dass die Elpag Energielieferungs- und Planungsgesellschaft mbH ein von der Aubis unabhängiges Unternehmen sei, teilte die Justiz mit. Aus Kalkulationsunterlagen der Elpag gehe jedoch hervor, dass die Angeschuldigten in erheblichem Umfang von den Elpag-Erlösen profitieren sollten.

Aubis war ein Kunde der Bankgesellschafts-Tochter BerlinHyp, der jahrelang der frühere Berliner CDU-Fraktionsvorsitzende Klaus Landowsky vorstand. Anfang 2001 war eine Barspende in Höhe von 40 000 Mark (20 450 Euro) von Neuling und Wienhold an Landowsky bekannt geworden.

Der Vorsitzende des Untersuchungsausschusses des Berliner Abgeordnetenhauses zur Banken- und Parteispendenaffäre, Klaus Uwe Benneter (SPD), begrüßte die Anklageerhebung. Das parlamentarische Gremium soll Hintergründe der Affäre untersuchen.

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