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Bankgesellschaft widerspricht Personalspekulationen

Der Hauptaktionär der Bankgesellschaft Berlin, das Land Berlin, ist Berichten über einen Änderungen an der Spitze der Bank entgegengetreten. "Die heute verbreiteten Personalspekulationen ... entsprechen in keiner Weise der Meinung des Senats und des Regierenden Bürgermeisters (Eberhard Diepgen, CDU)", erklärte der Sprecher des Berliner Senats, Michael-Andreas Butz, am Dienstag in Berlin.

rtr BERLIN. Die Bankgesellschaft teilte mit, ein Führungswechsel sei kein Thema. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DWS) forderte unterdessen weitere Sonderprüfungen bei der Bank und erwägt nach eigenen Angaben, Vorständen und Aufsichtsräten der Bank auf der Hauptversammlung die Entlastung zu verweigern.

Die "Berliner Zeitung" hatte in ihrer Dienstagsausgabe unter Berufung auf "Anteilseignerkreise" berichtet, bei der Bank sollten Aufsichtsratschef Dieter Feddersen und Vorstandschef Wolfgang Rupf abgelöst werden. Die Suche nach einem Nachfolger für Feddersen, dem angekreidet werde, der Bank nicht ausreichend zur Verfügung zu stehen, habe bereits begonnen. Firmenchef Rupf steht der Zeitung zufolge wegen neuer Wertberichtigungen bei der Bank-Tochter Landesbank Berlin zur Disposition. Das Land Berlin hält mit 57 % der Anteile die Mehrheit an der Bankgesellschaft.

Über mögliche weitere Änderungen an der Spitze der Bank wurde nach Rücktritten von Spitzenmanagern und einem deutlich erhöhten Wertberichtigungsbedarf bei dem Institut bereits länger spekuliert. Dem waren die Bank selbst wie auch Diepgen wiederholt entgegen getreten. Dennoch heißt es in Senatskreisen, der Unmut gerade über Vorstandschef Rupf sei mit der jüngsten Bekanntgabe eines erneut höheren Wertberichtigungsbedarfs gestiegen. Am Freitag beschäftigt sich der Aufsichtsrat mit der Lage im Institut.

DSW prüft weitere Schritte

Im Senat wird es für möglich gehalten, dass durch neue Risikovorsorgen und andere Lasten ein höherer Kapitalbedarf bei der Bank entstehen wird. Wirtschaftssenator Wolfgang Branoner (SPD) hatte dazu gesagt, das Land werde mittelbar oder unmittelbar sicherstellen, dass ein etwaiger Kapitalbedarf bei der Bank gedeckt werde.

Die DSW forderte, die Aktionäre müssten umfassend über die Ergebnisse der vom Aufsichtsrat eingeleiteten Prüfungen bei der Bank unterrichtet werden. Der Gegenstand der Sonderprüfungen müsse auf die Landesbank Berlin erweitert werden. Die DSW prüfe zudem weitere Schritte, wie die Beantragung weiterer Sonderprüfungen auf der kommenden Hauptversammlung sowie die Nicht-Entlastung von Vorständen und Aufsichtsräten der Bank.

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