Bankhaus Thomas Weisel will US-Messen retten
Comdex-Veranstalter sucht Gläubigerschutz

Der US-Messeveranstalter Key3Media mit Sitz in Los Angeles hat am Montag beim US Insolvenzgericht in Wilmington, Delware, den Gläubigerschutz Chapter 11 beantragt.

MÜNCHEN. Dies berichtet das Wall Street Journal. Der Schritt ist Teil eines Rettungsplans des Veranstalters von IT-Messen, der unter der Federführung des Investmentbankhauses Thomas Weisel Capital Partners läuft.

Das Finanzinstitut, das bereits erhebliche Anteil von Key3Media besitzt, hofft den schwer angeschlagenen Veranstalter der Computermessen Comdex, Java-One, Networld + Interop sowie der Seybold Seminars in einem Zeitraum von etwa 90 Tagen wieder auf die Beine zu bringen. Eine Absage der für 2003 geplanten IT-Messen sei derzeit nicht geplant.

Im Antrag zum Gläubigerschutz wies Key3Media mit Stichtag vom 20.November 2002 ein Vermögen von 241,3 Millionen Dollar sowie Verbindlichkeiten von 441 Millionen Dollar aus. Weisel hat bisher 372 Millionen Dollar der Schulden übernommen und versucht mit einem 30 Millionen Dollar Kredit das Unternehmen handlungsfähig zu halten

Vor 24 Jahren von dem Kasino- und Hotelbesitzer Sheldon G. Adelson gegründet hat der heute als Key3Media firmierende Veranstalter weltweit bekannter IT-Messen eine bewegte Firmengeschichte. 1995 kaufte die japanischen Firmengruppe Softbank die Comdex und ihre Schwestermesse, bevor diese Teil des Ziff-Davis Imperium wurden. Schon länger unter der derzeitigen Schwäche der IT-Branche kränkelnde wurde das Unternehmen durch das stark veränderte Reiseverhalten seit den Terroranschlägen des 11. September endgültig in seine aktuelle Insolvenzsituation getrieben.

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