Bankwerte nach gutem Quartalsbericht der Citigroup gefragt
Nervosität prägt Handel an US-Börsen

Leichte Gewinne in den frühen Handelsstunden musst die New Yorker Wall Street am Montag bald wieder abgeben. Vor allem der technologielastige Nasdaq-Composite-Index bröckelte um 1,9 % auf 2046 Punkte ab. Doch auch der Dow-Jones-Index der wichtigsten Industriewerte musste bei nervösem Geschäft anfängliche Aufschläge nach kurzer Zeit abgeben, gegen Abend war er um 0,2 % auf 10 522 Punkte gesunken. Ähnlich der weiter gefasste Standard &Poor?s-500-Index. Er verlor 0,6 %.

sfu DÜSSELDORF. Händler und Analysten warten auf die im Laufe dieser Woche anstehenden Quartalszahlen. Die Investoren hätten schon jetzt ihre Erwartungen gesenkt, meinten Marktteilnehmer. "Der ganze Markt hungert nach positiven Nachrichten", sagt Bruce Simon, Chef-Investor des Glenmede Trust. Gute Meldungen wurden prompt honoriert.

Spitzenreiter unter den Index-Gewinnern im Dow Jones war die Citigroup (+2 %). Der größte amerikanische Finanzkonzern konnte sein operatives Ergebnis im zweiten Geschäftsquartal um 13 % steigern. Das ist mehr als die meisten Analysten erwartet hatten. Mit dem guten Ergebnis wachse der Finanzdienstleister zu einem Zeitpunkt, an dem die rückläufige Wirtschaftsentwicklung die Geschäftslage der Konkurrenz verschlechtert, hieß es am Markt. Positiv werteten die Analysten auch den Ankauf der mexikanischen Grupo Financiero Banamex- Accival. "Fraglich ist nur, ob das Unternehmen nicht irgendwann zu groß wird, als dass es in die Arme von Citigroup-Chef Sandford Weil passt", warnt der Fondsmanager Scott Edgar (Sife Trust Fund).

Auch die Bank of America übertraf die Erwartungen. Analysten waren von 1,18 US-Cent Gewinn je Aktie ausgegangen. Jetzt gab es immerhin 1,24 US-Cent für die Anleger. Der drittgrößte amerikanische Finanzdienstleister leidet unter Kredit-Verlusten. Die Aktien legten allerdings um rund 4 % zu.

Zudem fürchten die Marktteilnehmer, dass die amerikanische Wirtschaft kurz vor einer Rezession steht. Anzeichen dafür sind die am Montag bekannt gegebenen gleich gebliebenen US-Lagerbestände. Im Allgemeinen wurde mit einem Rückgang von 0,1 % gerechnet.

Im S & P-Index verloren vor allem Pharmacia. Die Werte des Pharmakonzerns litten unter der Entscheidung der US-Regierung, ein neues Schmerzmittel nicht zuzulassen. In der Verliererliste des Dow Jones fanden sich unter anderem Hewlett Packard (HP). Der Hardware-Produzent hatte zuvor verkündet, das Technologie-Service-Geschäft von Comdisco für 610 Mill. $ kaufen zu wollen. HP-Aktien tendierten am Nachmittag rund 3 % leichter.

Übertroffen wurden sie allerdings noch von Alcoa . Der Aluminium-Produzent hatte zwar kurz vorher verkündet, dass die Gewinne in diesem Quartal gewachsen seien, doch das Marktumfeld hemmte die Entwicklung der Aktien. Am Berichtstag büßten sie gut 4 % ein.

Mit einem Plus von 3,4 % stürmte von Beginn an dagegen die Werte der Citigroup an die Spitze der Indexgewinner. Nicht ganz so gut geht es Citigroup-Konkurrenten Bank of America. Das Quartalsergebnis brach ein, allerdings weniger als erwartet. Leichte Gewinne verzeichneten auch einige Konsum- und Nahrungsmittelwerte wie Procter & Gamble , Wal-Mart und Coca Cola.

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