Barabfindungen für Bauern
Uno hofft auf Stopp von Opiumanbau in Afghanistan

Die Vereinten Nationen (Uno) haben sich am Dienstag optimistisch gezeigt, dass der Anbau von Schlafmohn in Afghanistan gestoppt werden kann, wenn die Kriegsherren zustimmen.

Reuters KABUL. "Ich bin zuversichtlich, dass die Schlafmohn-Produktion in Afghanistan künftig unterbunden werden kann", sagte Bernard Frahi, Uno-Drogenbeauftragter für Afghanistan in Kabul. Mit Barabfindungen an die Bauern, dem Anbau anderer Nutzpflanzen wie etwa Kümmel und der Versorgung mit Bewässerungsanlagen und Düngemitteln habe man den Verzicht auf Opiumanbau bereits unterstützt. Aus Afghanistan stammen rund drei Viertel der weltweiten Opiumproduktion. Nach Uno-Schätzungen werden jährlich Gewinne in Höhe von 25 Mrd. Dollar (fast 26 Mrd. ?) erwirtschaftet. Allein in diesem Jahr dürfte Afghanistan 2 700 Tonnen Opium produzieren.

Der Opiumhandel sei ein lukratives Geschäft und es gebe nach wie vor ein Interesse, den Anbau und Handel mit Opium aufrecht zu erhalten, sagte Frahi. Mit dem Drogenhandel seien der Krieg in Afghanistan finanziert und Waffen gekauft worden. "Unter den verschiedenen Gruppen gibt es einige Kriegsherren, die auch weiterhin Einkünfte aus dem (Drogen-)Handel beziehen wollen", sagte Frahi. Die Preise pro Kilogramm Opium beliefen sich in diesem Jahr auf 400 Dollar (412 ?), ein Jahr zuvor hatte das Kilogramm 30 Dollar (rund 31 ?) gekostet. Präsident Hamid Karsai hat seine Unterstützung im Kampf gegen den Drogenhandel zugesichert.

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