Barack Obama gegen John McCain
TV-Duell im Schatten der Krise

In der mit Spannung erwarteten ersten TV-Debatte der beiden US-Präsidentschaftsbewerber haben sich John McCain und Barack Obama einen Schlagabtausch über die Lage der US-Wirtschaft und den künftigen außenpolitischen Kurs des Landes geliefert. Die Umstände der Debatte waren einmalig, das Duell war es nicht. Laut einer ersten Umfrage gab es einen knappen Sieger.

HB WASHINGTON/STUTTGART. Obama stellte seinen Konkurrenten bei der Debatte auf dem Gelände der Universität von Mississippi am Freitag als Unterstützer der gescheiterten Politik von US-Präsident George W. Bush dar. McCain hingegen präsentierte sich als kompetenten Reformer und bezichtigte Obama mit Blick auf Bedrohungen in der Außenpolitik einer "naiven Weltsicht". Im Anschluss erklärten beide Bewerber sich jeweils selbst zum Sieger der Debatte.

Die Konkurrenten schritten gemeinsam über den roten Teppich in das Auditorium der Universität im Städtchen Oxford. Angesichts der anhaltenden Finanzkrise bestimmte die Lage der US-Wirtschaft den ersten Teil der Debatte. Obama bezeichnete die Krise als Beleg für acht Jahre verfehlter Wirtschaftspolitik unter Präsident George W. Bush, die von Senator McCain unterstützt worden sei. "Wir befinden uns in einer entscheidenden Phase der Geschichte", sagte der Senator aus Illinois. Noch in der vergangenen Woche habe McCain gesagt, die US-Wirtschaft wäre im Grunde stark. "Dem stimme ich ganz und gar nicht zu."

Beide Kandidaten erklärten ihre Unterstützung für das Bestreben des Kongresses, ein 700-Milliarden-Dollar-Paket zur Bewältigung der Finanzkrise zu schnüren. McCain sagte, angesichts der Bemühungen der Abgeordneten um eine Lösung "fühle ich mich heute Abend ein bisschen besser". Wenn ein Rettungspaket zustande käme, sei dies aber nicht das Ende der Krise. Dem Land stehe ein längerer Kampf bevor. "Dies ist das Ende des Anfangs, wenn wir ein Paket schnüren können, das die Institutionen festigt. Wir haben noch viel Arbeit zu erledigen."

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