Barak will Dringlichkeitssitzung
Israelisch-palästinensische Kämpfe eskalieren weiter

Die israelisch-palästinensischen Kämpfe sind am Mittwochabend weiter eskaliert. Das Erste Israelische Fernsehen meldete, israelische Kampfhubschrauber hätten Ziele in der palästinensischen Autonomiestadt Jericho beschossen. An Brennpunkten im gesamten Westjordanland kam es zu zahlreichen Schusswechseln zwischen israelischen Soldaten und militanten Palästinensern.

dpa JERUSALEM/JERICHO. Israelische Panzer beschossen am frühen Abend erneut die arabische Kleinstadt Beit Dschallah südlich von Jerusalem mit Raketen. Von der Stadt hatten palästinensische Schützen zuvor erneut das Gilo-Viertel im Süden Jerusalems beschossen. Das Fernsehen sprach vom massivsten Beschuss Beit Dschallahs seit Beginn der Unruhen in den Palästinenser-Gebieten Ende September. Die Einwohner Gilos wurden aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen.

Israels Regierungschef Ehud Barak wollte angesichts der neuen Eskalation am Abend seinen engsten Kabinettskreis zu einer Dringlichkeitssitzung versammeln. Es wurde eine Kabinettsentscheidung über eine weitere Verschärfung des israelischen Vorgehens und neue Vergeltungsschläge gegen palästinensische Einrichtungen erwartet.

Barak sagte am Abend vor Journalisten in Jerusalem, Israel werde "nicht mit verschränkten Händen dasitzen". Es stünden "noch harte Tage bevor", sagte Barak. Schimon Peres, israelischer Minister für regionale Zusammenarbeit, flog am Mittwochabend aus Jerusalem zu einem Treffen mit Palästinenser-Präsident Jassir Arafat ab.

Barak betonte, Peres wolle Arafat zu einer Eindämmung der Gewalt drängen, jedoch keine Verhandlungen über offene Streitfragen beider Seiten im eingefrorenen Friedensprozess führen. Das Treffen Peres' mit Arafat wurde von rechtsorientierten Israelis scharf kritisiert.

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