Bargeldeinführung
Euro hat Inflation nur leicht erhöht

Die Euro-Bargeldeinführung Anfang 2002 hat die Inflation in der Euro-Zone im vergangenen Jahr insgesamt um maximal 0,29 Prozentpunkte erhöht. Der Effekt habe zwischen 0,12 bis 0,29 Prozentpunktengelegen, teilte das Europäische Statistikamt (Eurostat) am Mittwoch in Brüssel mit.

Reuters BRÜSSEL. Der Großteil des gesamten Effektes der Bargeldeinführung auf die Preisentwicklung habe sich zwischen Dezember 2001 und Januar 2002 niedergeschlagen und sei etwas stärker ausgefallen als geschätzt. Im Januar 2002, als die neuen Euro-Münzen und-Scheine in den zwölf Ländern der Euro-Zone in Umlauf kamen, sei die Inflationsrate dadurch um 0,09 bis 0,28 Prozentpunkte erhöht worden. Bislang hatte Eurostat den Effekt auf maximal 0,16 Prozentpunkte geschätzt.

Vor allem in Deutschland hatte sich die Bevölkerung über Preiserhöhungen im Einzelhandel, beim Friseur und in vielen Restaurants im Zuge der Preisumstellung von DM auf Euro beklagt. Dies waren auch die wichtigsten Bereiche, in denen Preisveränderungen am stärksten wahrgenommen wurden. "Viele Menschen hatten erwartet, dass dies ein vorübergehender Effekt sein würde, allerdings sind die Preisänderungen etwa in Restaurants, Cafes und bei Friseuren oft dauerhaft geblieben", räumte ein Eurostat-Sprecher ein.

Das Statistikamt führte die Jahresteuerung von 2,3 Prozent im vergangenen Jahr auf normale Faktoren für Inflation zurück und nicht auf Faktoren im Zusammenhang mit der Euro-Bargeldeinführung. Jene seien vor allem schlechtes Wetter, gestiegene Energiepreise und einige deutliche Steuererhöhungen etwa bei Tabak gewesen, teilte Eurostat mit.

Im Mai lag die Jahresteuerung im Währungsraum lediglich bei 1,9 Prozent und damit erstmals seit knapp einem Jahr wieder unter der von der Europäischen Zentralbank (EZB) gesetzten Toleranzgrenze für Preisstabilität von zwei Prozent.

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