Barmittelbestand gestiegen
Wall Street dreht ins Plus

Die New Yorker Wall Street präsentierte sich zum Handelsstart zunächst von der tristen Seite. Sowohl der Dow Jones als auch der Nasdaq Index notierten im Minus. Kursverluste bei SBC, J.P. Morgen und Merck zogen den Dow Jones ins Minus. Qualcomm und VeriSign belasteten den Nasdaq. Vielversprechende Zukunftsprognosen bei Sun Microsystems, Cisco Systems und VA Linux sorgten zwar vorbörslich für positive Stimmung, können den Technologieindex jedoch nichts ins Plus ziehen.

Die US-Bürger halten rund 5,3 Prozent ihrer Mittel in Barmittel. Vor einem halben Jahr betrug die Höhe der Barmittel noch vier Prozent. Das ist ein schlechtes Zeichen für die derzeitige Marktposition. Die Märkte dürften erstmals wieder einen längerfristigen Auswärtstrend verfolgen, wenn die institutionellen Investoren sich erstmals wieder stärker im Markt engagieren. Als positiver Impuls ist der Rückgang des Ölpreises zu deuten. Nachdem die OPEC signalisiert hat, die Fördermenge zu heben, ging der Preis pro Barrel leicht zurück. Was des einen Leid, ist des anderen Freud. Während die Ölkonzerne unter der Entwicklung leiden, freuen sich andere Unternehmen über sinkende Rohstoffpreise. Unterstützende Impulse von dem Schlachtfeld der US-Präsidentschaftswahlen sind vor Wochenschluss nicht mehr zu erwarten. Zwar entschied der Florida Supreme Court gestern, dass zumindest zwei Counties die Stimmzettel per Hand nachzählen müssen. Erst heute wird aber geurteilt, ob der Florida Supreme Court die Innenministerin Floridas, Katherine Harris, überstimmen kann. Sie hatte zur Wochenmitte entschieden, dass per Hand ausgezählte Ergebnisse nicht mehr berücksichtigt werden. Ein Ergebnis der Wahlen ist nicht vor Anfang nächster Woche zu erwarten.



Die schlechten Nachrichten über DaimlerChrysler reißen nicht ab. Nach Analystenabstufungen und der Gewinnwarnung für das vierte Quartal notiert die Aktie am Freitag auf einem neuen 52-Wochentief. Vor der Börsenöffnung in New Yorker kam aus Unternehmenskreisen das Gerücht, dass der Vorstand plant, wenigstens einen Teil von Chrysler wieder abzustoßen. Eine Möglichkeit wäre, einen großen Teil der Chrysler-Sparte als separate Aktie an die US-Börse zu bringen, um US-Anleger zurückzugewinnen.



In einer Telefonkonferenz mit Anlegern und Experten hat der Serverhersteller Sun Microsystems zwar nicht wie von Vielen erhofft seine Aussichten nach oben korrigiert. Doch die Nachfrage nach den Produkten hält ungebrochen an und auch die Lagerbestände nehmen ab. Das hören Investoren gern, da in der vergangenen Zeit Bedenken aufgekommen sind, Computerherstellern könnten Absatzschwierigkeiten bevorstehen. Sun Microsystems verspricht außerdem, die Gewinn- und Umsatzschätzungen für das erste Quartal des kommenden Geschäftjahres zu erfüllen.



Cisco

Systems verliert leicht. Der größte US-Hersteller von Datennetzzubehör werde nach eigenen Aussagen den Angriffen von Konkurrent Juniper Networks standhalten. Nachdem das Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren Marktanteile an seinen Rivalen abgab, soll die Phase - zumindest für die kommenden zwei Monate - gestoppt werden.



VA Linux steigt rund acht Prozent. Der Hersteller von Soft- und Hardware für das Linux Betriebssystem hat gestern einen Verlust von 15 Cents pro Aktie gemeldet. Damit hat das Unternehmen die allerdings schon reduzierten Analystenschätzungen erfüllt. Die Zukunftsaussichten des Unternehmens sehen zufolge des Unternehmens rosig aus. Ende des kommenden Jahres will man in die Gewinnzone vorstoßen.

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