Barrel Brent kostet 33,63 Dollar
Ölpreise steigen nach erneuter Kriegsdrohung

Die Ölpreise an den internationalen Märkten bewegten sich am Donnerstag erneut auf Höchststände zu, nachdem US-Außenminister Colin Powell angedeutet hatte, dass Irak nur noch wenige Tage bleiben könnten, um sich zu einer Abrüstung zu entschließen oder andernfalls einen Krieg zu riskieren.

Reuters LONDON. Händler fürchten, dass ein Krieg im Irak die Ölexporte aus der gesamten Golfregion, die rund 40 Prozent der weltweiten Ölexporte ausmachen, unterbrechen könnte. Zudem sind die internationalen Ölreserven auf Grund eines inzwischen beigelegten Streiks in Venezuela und eines ungewöhnlich kalten Winters in der nördlichen Hemisphäre unter den Normalstand zusammengeschrumpft.

In London verteuerte sich der Preis je Barrel (rund 159 Liter) der führenden Nordsee-Marke Brent zur Lieferung im April um 63 US-Cent auf 33,63 Dollar. In der vergangenen Woche hatte der Preis mit knapp 34 Dollar den höchsten Stand seit zwei Jahren erreicht. US-Öl legte am Donnerstag um 26 US-Cent auf 36,95 Dollar zu.

Powell hatte Irak am Vortag vorgeworfen, sich bislang nicht zu einer Abrüstung entschlossen zu haben. "Nichts, was wir gesehen haben, weist darauf hin, dass (Iraks Präsident) Saddam Hussein die strategische oder politische Entscheidung getroffen hat, abzurüsten", sagte Powell. In "den kommenden wenigen Tagen" werde sich erweisen, ob Irak eine solche Entscheidung treffe. Die USA haben dem Land mit Krieg gedroht, wenn es die Auflagen der Vereinten Nationen zur Abrüstung nicht erfüllt.

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