Barrel Öl kostete am Freitag 18,40 Dollar
USA:Opec-Einnahmen fallen deutlich

Die Einnahmen der Opec aus dem Ölexport werden nach Schätzungen des US-Energieministeriums wegen des Verfalls der Ölpreise in diesem und im nächsten Jahr deutlich sinken. Das Ministerium teilte am Freitag in Washington mit, im laufenden Jahr dürften die Einnahmen des Kartells um 19 % auf 197 von 241 Mrd. Dollar im Jahr 2000 abnehmen.

Reuters LONDON. Im Jahr 2002 sei eine weitere Verringerung der Erlöse aus den Ölexport um 14 % auf 169 Mrd. Dollar zu erwarten. Seit den Anschlägen in den USA am 11. September sind die Ölpreise von damals etwas über 27 Dollar für ein Barrel (159 Liter) um rund ein Drittel gefallen.

An der Londoner Warenterminbörse International Petroleum Exchange (IPE) sorgten am Freitag Gewinnmitnahmen und Positions- Glattstellungen vor dem Wochenende für einen leichten Anstieg der Preise. Ein Barrel der marktführenden Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar kostete am Abend 18,40 Dollar und damit 60 US-Cents mehr als am Vorabend.

Nach dem Bericht des Ministeriums werden die rückläufigen Einnahmen für Chaos in den Haushalten der Mitgliedsländer der Organisation Erdöl exportierender Staaten (Opec) sorgen, da die Einnahmen aus dem Ölgeschäft den Löwenanteil der Einnahmen dieser Staaten ausmachten. "Der derzeitige und vorausgesagte Rückgang der Öleinnahmen erhöht den Druck, schwierige politische Entscheidungen zu treffen. Dazu zählt die Reduzierung staatlicher Subventionen für Nahrungsmittel und Treibstoffe", heißt es in dem Bericht.

Nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) werden allein die Einnahmen Saudi Arabiens als größtem Ölexporteur der Opec im Jahr 2002 um 15 % auf 49,6 Mrd. Dollar schrumpfen. Der an zweiter Stelle stehende Iran werde mit 16,4 Mrd.Dollar sogar 20 % weniger einnehmen als in diesem Jahr.

Seit einiger Zeit bemüht sich die Opec um eine Vereinbarung zur Preisstabilisierung mit den Ölförderländern, die nicht dem Kartell angehören. Bei ihrer Ministerkonferenz am 14. November in Wien hatten die Opec-Ölminister eine Einschränkung der Ölexporte ab 1. Januar 2002 um 1,5 Millionen Barrel pro Tag (bpd) beschlossen. Voraussetzung dafür ist jedoch eine Reduzierung der Ölausführen der nicht dem Kartell angehörenden Förderländer um insgesamt 500 000 bpd.

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