Barrel unter 31 Dollar
Ölpreis fällt nach Nahost-Vereinbarung

Reuters LONDON. Der Ölpreis hat am Dienstag nach der Einigung auf ein Ende der gewaltsamen Auseinandersetzungen in den Palästinenser-Gebieten deutlich nachgegeben. Der Preis der marktführenden Sorte Brent fiel um mehr als einen halben $ unter 31 $ je Barrel (159) Liter. Zuvor war er nach neuen Zwischenfällen in den Palästinensergebieten auf ein Tageshoch von 31,58 $ geklettert. Die Ankündigung einer Erklärung von US-Präsident Bill Clinton zum Ende des Gipfeltreffens im ägyptischen Scharm el Scheich durch Israels Außenminister Shlomo Ben-Ami ließ nach Angaben von Händlern den Ölpreis aber fallen. Experten zeigten sich angesichts der weiter knappen US-Heizölvorräte jedoch skeptisch, ob die jetzige Vereinbarung den Ölmarkt stabilisieren werde. "Was auch immer passiert, der Ölmarkt wird im kommenden Winter angespannt bleiben", hieß in dem Monatsbericht des Zentrums für weltweite Energiestudien (CGES) in London. Mittelfristig rechnet das CGES allerdings mit einer Entspannung bei den Preisen. Sobald die Nachfragespitze nach Heizöl im Winter überwunden sei, würden die Vorräte wieder steigen. Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) werde dann wahrscheinlich sogar mit einer Kürzung der Fördermenge reagieren müssen.

Der italienische Finanzminister Vincenzo Visco sagte unterdessen, der hohe Ölpreis könnte das Wirtschaftswachstum in der Euro-Zone im kommenden Jahr beeinträchtigen.

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