Barrichello gewinnt China-Premiere
Weltmeister Schumacher schlecht wie nie

Ferrari-Pilot Rubens Barrichello hat den ersten Formel-1-Grand-Prix in Shanghai für sich entschieden. Weltmeister Michael Schumacher hatte mit dem Rennausgang nichts zu tun.

HB SCHANGHAI. Schumacher hat bei der Grand-Prix-Premiere im Reich der Mitte als Zwölfter sogar die schlechteste Platzierung in seiner einmaligen Karriere eingefahren. Während sich sein Ferrari-Teamkollege Rubens Barrichello am Sonntag beim Großen Preis von China mit seinem zweiten Saisonsieg vor dem Briten Jenson Button im BAR-Honda und dem Finnen Kimi Räikkönen im McLaren-Mercedes wie schon im Jahr 2002 die Vize-Weltmeisterschaft hinter Schumacher sicherte, beendete der siebenmalige Weltmeister in Schanghai sein 211. Rennen nach seiner erfolglosen Aufholjagd mit einer Pleite. "Das kann man nur mit Humor nehmen. Irgendwie lief alles schief", sagte der Kerpener. Ein elfter Platz in Budapest aus dem Jahr 1995 stand neben den 44 Ausfällen bislang als schwächstes Resultat in der Bilanz des 82-fachen Grand-Prix-Siegers.

"Man kann sich nur damit trösten, dass alles Schlechte auf einmal kam und ich die WM sowieso schon in der Tasche habe", meinte Schumacher. Sein Bruder Ralf musste seinen Williams-BMW bei der Rückkehr nach dem schweren Unfall am 20. Juni in Indianapolis durch einen Rempler des Schotten David Coulthard im zweiten Silberpfeil 19 Runden vor Schluss abstellen. Der kanadische Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve im Renault wurde beim Comeback nach bald zwölfmonatiger Zwangspause immerhin Elfter. Die Jordan-Ford-Piloten Nick Heidfeld (Mönchengladbach) und Timo Glock (Brensbach-Wersau) fuhren vor 200 000 Zuschauern auf dem "Schanghai International Circuit" auf die Ränge 13 bzw. 15.

Vor den letzten zwei Rennen in Japan und Brasilien sind in der "Königsklasse" die wichtigsten Entscheidungen gefallen. Hinter Schumacher (136) und Barrichello (108) wird Button (79) die WM als Dritter beenden. Im Konstrukteurs-Klassement streiten sich BAR-Honda (105) und Renault (96) noch um den Platz hinter Ferrari (244). Für Williams-BMW (64) und McLaren-Mercedes (58) geht es nach schwierigem Saisonverlauf nur noch um Rang vier.

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