Basel II: Kommentar: Zweifel unerwünscht

Basel II
Kommentar: Zweifel unerwünscht

Die neuen Eigenkapitalregeln für Banken, Basel II, sind noch längst nicht in trockenen Tüchern.

HB/nw DÜSSELDORF. Das zeigt vor allem die unerwartet heftige Kritik aus den USA. Dabei spielen politische Interessen gewiss eine Rolle; doch inhaltlich sind viele Punkte nicht von der Hand zu weisen. Basel II ist so komplex, dass nur noch wenige Experten die neuen Regeln in der Tiefe begreifen. Sind die Kosten dieser Komplexität wirklich gerechtfertigt?

Banken und Aufseher müssen Milliarden investieren. Zusätzliche Informationen über die Risikopositionen von Banken, machen den Markt nicht transparenter, weil oft nur Insider sie verstehen. Außerdem sind viele Anreize falsch gesetzt: Innovationen zahlen sich für Banken nicht immer aus.

Basel II ist aber das Ergebnis jahrelangen feinsten Ausbalancierens internationaler Interessen. Das Projekt hat dadurch ein so hohes Eigengewicht bekommen, dass grundsätzliche Zweifel nicht mehr willkommen sind.

Angesichts der Auswirkungen auf das weltweite Finanzsystem und die voraussichtlich lange Geltungsdauer sollte aber jeder berechtigte Einwand gründlich diskutiert werden. Auch um den Preis eines erneuten Aufschubs.

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