Basel kann Juve trotz Sieg nicht mehr abfangen
Ronaldos Kopf rettet Madrid

Ronaldos Kopf hat Real Madrid vor dem Champions- League-Aus bewahrt. Doch in die Erleichterung über das 1:0 des spanischen Rekordmeisters bei Lokomotive Moskau am Dienstag durch den Treffer des brasilianischen Weltmeisters mischte sich Ärger über die widrigen Bedingungen in der russischen Hauptstadt.

HB/dpa HAMBURG. "Auf so einem Platz kann man nicht Fußball spielen. Das war wie Strandfußball", sagte Mittelfeldstar Luis Figo. Sein Mannschafts-Kollege Santiago Solari hatte auf dem Platz "mehr Krater als auf dem Mond" gesehen.

Die spanischen Tageszeitungen bezeichneten den Platz in Moskau als "Gemüseacker" ("El Pais") und "Kartoffelacker" ("Marca"). "El Mundo" sprach gar von einem "Skandal": "Es gab kaum Gras. Aber dafür hätten auf dem Weg zum gegnerischen Tor jeden Augenblick Kartoffeln oder Melonen auftauchen können."

Trainer Vicente del Bosque interessierten nach dem Spiel die äußeren Umstände kaum noch. Er war erleichtert nach dem ersten Sieg einer Real-Mannschaft (11 Punkte) in der russischen Metropole und dem glücklichen Ende im Fernduell der Zwischenrunden-Gruppe C mit Borussia Dortmund (10). Da der Bundesligist in Mailand mit ebenfalls 1:0 gewonnen hatte, war der Sieg in Moskau Pflicht. "Das war wahrscheinlich meine schwerste Partie in meiner Amtszeit", sagte del Bosque und kündigte an: "Jetzt wollen wir auch das Double von Meisterschaft und Champions League schaffen."

Dass die Madrider überhaupt noch vom Titel in der "Königsklasse" träumen und gemeinsam mit dem AC Mailand (12) in das am Freitag auszulosende Viertelfinale einziehen dürfen, hatten sie Ronaldo zu verdanken: Mit seinem ersten Kopfball-Tor für Real in der 35. Minute rettete er die "Königlichen". "Ronaldo nutzte seinen Kopf auf die bestmögliche Art", meinte "Marca".

Beinahe zur Farce wurde der letzten Spieltag in der Gruppe D der Zwischenrunde, die ab der kommenden Saison abgeschafft wird. Manchester United, das bereits als Viertelfinalist feststand, fuhr mit einem B-Team zu Deportivo La Coruna - und verlor prompt mit 0:2. "Ich bin zufrieden, dass die jungen Spieler ihr Bestes gaben. In Anbetracht der Erfahrung des Gegners hatten wir nicht erwartet zu gewinnen, aber wir hatten unsere Chancen", sagte Trainer Alex Ferguson lapidar. Aber auch für La Coruna ging es um nichts mehr. Immerhin verabschiedeten sich die Spanier mit Anstand.

Der FC Basel (7) musste Juventus Turin (7) als Gruppen-Zweiter den Vortritt lassen. Enttäuscht war Basels Trainer Christian Gross nicht darüber, dass das 2:1 gegen Juve ohne Bedeutung blieb: "Ein solcher Sieg ist ein halbes Jahr harte Arbeit wert", sagte er. Sein Trainer-Kollege Marcello Lippi ging schnell zur Tagesordnung über: "Die Champions League ist abgehakt. Wichtiger ist jetzt Milan", blickte Lippi auf den Samstag, wenn der Tabellenführer zum Gipfeltreffen der Serie A beim Dortmund-Gegner antritt.

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