Archiv
Basf peilt bis 2006 Ebitda-Rendite bei Pflanzenschutz von rund 25% an

Der Chemiekonzern Basf sieht sein Pflanzenschutz-Geschäft auf guten Weg und will dort bis spätestens 2006 eine Ebitda-Marge von 25 % erwirtschaften. "Mit Fokus auf profitables Wachstum durch Innovation, einem strikten Kostenmanagement und der weiteren Optimierung des Umlaufvermögens soll das Ziel erreicht werden", sagte der Leiter des Unternehmensbereichs Pflanzenschutz, Hans Reiners, am Donnerstag in Limburgerhof.

dpa-afx LIMBURGERHOF. Der Chemiekonzern Basf sieht sein Pflanzenschutz-Geschäft auf guten Weg und will dort bis spätestens 2006 eine Ebitda-Marge von 25 % erwirtschaften. "Mit Fokus auf profitables Wachstum durch Innovation, einem strikten Kostenmanagement und der weiteren Optimierung des Umlaufvermögens soll das Ziel erreicht werden", sagte der Leiter des Unternehmensbereichs Pflanzenschutz, Hans Reiners, am Donnerstag in Limburgerhof.

In 2003 habe die Ebitda-Marge - das Verhältnis von Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen zum Umsatz - 21,3 % und in 2002 16,2 % betragen, sagte er. Für das Gesamtjahr erwartet Reiners für seine Sparte einen Umsatzzuwachs im Vergleich zum Vorjahr. "Die Leistung, die wir im ersten Halbjahr zum Erfolg verholfen haben, werden uns auch im 2. Halbjahr zugute kommen", sagte der Spartenchef. Die Basf sollte den Umsatz gegenüber 2003 steigern können.

Im ersten Halbjahr 2004 hatte der Bereich 2,054 Mrd. ? umgesetzt. Das war ein Plus von neun Prozent zum ersten Halbjahr 2003. Der Weltmarkt für Pflanzenschutzmittel wächst weltweit eins bis zwei Prozent, sagte Reiners. Die Basf-Aktie verlor am Mittag gegen den Trend um 0,07 % auf 46,09 ?.

Spitzenumsatz FÜR F 500 Über 400 Millionen Euro IN 2005

Die Forschungs- und Entwicklungspipeline umfasse 13 Projekte und ein jährliches Spitzenumsatzpotential von etwa 1,5 Mrd. ?. Sechs Produkte befänden sich in der Markteinführung, sagte Reiners. Das Spitzenpotenzial betrage 800 Mill. ?. Sieben Produkte mit einem Spitzenumsatzpotential von 700 Mill. ? befänden sich in der Entwicklungsphase.

Optimistisch äußerte sich Reiners zum Fungizid F 500 und hob das Ziel für das Spitzenumsatzpotential für 2005 von 300 Mill. auf über 400 Mill. ? an. Der fungizide Wirkstoff wird bei der Behandlung von pflanzlichen Pilzerkrankungen in vielen Kulturpflanzen wie Getreide, Reben, Gemüse oder Obst eingesetzt. "F 500 ist auf dem Weg, sich zu dem Universal-Fungizid und idealem Mischungspartner zu entwickeln", sagte Reiners. Mit der jüngsten Markteinführung (2003/2004) Boscalid will die Basf einen Umsatz in dreistelliger Millionenhöhe erwirtschaften. Boscalid ist ein Fungizid, das insbesondere in Spezialkulturen wie Obst, Gemüse und Wein in Einsatz gebracht wird.

Die Basf-Sparte will ihre Zahl der Wirkstoffe von derzeit 170 auf weniger als 100 reduzieren. In 2001 hatte sie noch über 300 Wirkstoffe. Das Unternehmen will dadurch Kosten vom Rohstoffeinkauf über die Produktion bis hin zum Vertrieb einsparen. Während sich der damit verbundene Umsatzrückgang in Grenzen halten werde, sagte Reiners, erwartet er eine "signifikante" Verbesserung der Rentabilität.

Keine Grossakquisition IM Pflanzenschutz - Ergänzung ZUM Geschäft Möglich

Die Basf plant in ihrem Pflanzenschutz-Geschäft zur Zeit keine größere Akquisition. Kleinere Übernahmen zur Ergänzung des Portfolios schließt Reiners dagegen nicht aus. Der Fokus liege auf Japan. Momentan gebe es aber keine konkreten Gespräche in Japan, fügte er hinzu.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%